Aktualisiert 01.08.2006 13:53

Afghanistan: Drei britische Soldaten getötet

Bei einem Überfall auf eine Patrouille der Afghanistan-Schutztruppe ISAF sind am Dienstag drei britische Soldaten getötet worden.

Aufständische hätten die Briten mit Granaten und Maschinengewehren angegriffen, teilten ein ISAF-Sprecher und das Verteidigungsministerium in London mit. Ein vierter Soldat wurde bei dem Angriff in der südafghanischen Provinz Helmand schwer verletzt und musste in ein Militärkrankenhaus gebracht werden.

Die NATO-Schutztruppe ISAF hatte erst am Montag das Kommando über den unruhigen Süden Afghanistans von den US-geführten Koalitionsstreitkräften übernommen. Die britischen Soldaten sind allerdings bereits seit März in der Provinz Helmand im Einsatz. Mit den Todesfällen vom Dienstag stieg die Zahl der Opfer in ihren Reihen auf neun.

Ebenfalls in Helmand wurden in der Nacht zum Dienstag zwei mutmassliche Al-Kaida-Sympathisanten festgenommen, wie die afghanische Polizei mitteilte. Bei ihnen seien Dokumente gefunden worden, die Verbindungen mit dem Terrornetzwerk nahe legten, sagte ein Polizeisprecher. Die US-geführten Koalitionsstreitkräfte nahmen am Dienstagmorgen vier weitere Terrorverdächtige in der Provinz Chost im Osten des Landes fest. (dapd)

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