Aktualisiert

Afghanistan: Entführte UNO-Wahlhelfer sind frei

Die drei in Afghanistan entführten ausländischen UNO-Wahlhelfer sind wieder frei. Dies sagte ein hochrangiger Vertreter des afghanischen Innenministeriums am Dienstag in Kabul.

Erste medizinische Untersuchungen zeigten, dass alle drei gesund seien, teilte die Internationale Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) am Dienstag mit.

Nach Angaben von Diplomaten waren die befreiten Geiseln zum Militärlager Camp Warehouse in Kabul gebracht worden. Der britische Sender BBC meldete unter Berufung auf offizielle afghanische Quellen, die Geiseln seien mit Militärgewalt befreit worden.

Dabei seien einer der Geiselnehmer getötet und vier weitere schwer verletzt worden. Das afghanische Innenministerium wollte sich am Vormittag offiziell zum Ende des Geiseldramas äussern.

Annetta Flanigan aus Nordirland, die Kosovo-Albanerin Shqipe Hebibi und der philippinische Diplomat Angelito Nayan waren nach Afghanistan gekommen, um bei der Vorbereitung der Präsidentenwahl Anfang Oktober zu helfen. Am 28. Oktober wurden sie in der Hauptstadt Kabul von einer radikalislamischen Gruppe verschleppt.

Die zuvor unbekannte «Armee der Moslems» hatte die Freilassung von 26 radikalislamischen Rebellen gefordert. Die Gruppe drohte, die Geiseln andernfalls zu töten.

Nach ISAF-Angaben kamen die drei Ausländer am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) frei. Die Vereinten Nationen hatten mehrfach an die Entführer appelliert, die Geiseln freizulassen.

(sda)

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