Afghanistan: Gouverneur überlebt Anschlag - drei Tote

Aktualisiert

Afghanistan: Gouverneur überlebt Anschlag - drei Tote

Bei einem Selbstmordattentat im Süden Afghanistans sind am Sonntag drei Zivilpersonen getötet worden. Der Angriff in Kandahar war offenbar gegen den Gouverneur der Provinz, Assadullah Chalid, gerichtet.

Dieser habe überlebt, teilte die Polizei mit. Der Attentäter war mit seinem Auto im Stadtzentrum in einen Konvoi der US-geführten Koaliton gefahren und sprengte dort sein Fahrzeug in die Luft, wie die afghanischen Behörden mitteilten.

In der nördlichen Provinz Kunar wurde ein einflussreicher und regierungstreuer Stammesführer getötet. Präsident Hamid Karsai verurteilte die Tat am Samstag scharf und würdigte die Verdienste von Hadschi Musalin.

Dieser habe sich «selbstlos» für die Sicherheit in der an Pakistan angrenzenden Provinz eingesetzt, hiess es in einer Erklärung des Präsidentenbüros. Der Stammesführer sei am Freitag während des Gebets in einer Moschee erschossen worden. Der Präsident sprach von einem Angriff auf den Islam.

«Kein Muslim würde einen anderen Muslim beim Gebet töten», erklärte Karsai. Hinter der Tat stünden die «Feinde Afghanistans», die die Versöhnungspolitik der Regierung fürchteten.

In der nördlichen Provinz Baghlan wurde ferner ein afghanischer Mitarbeiter einer Hilfsorganisation getötet. Die Polizei nahm vier Personen fest, die den Helfer nach einem Fest nach Hause begleitet hatten. Insgesamt wurden in dieser Wochen damit fünf afghanische Mitarbeiter von Hilfsorganisationen getötet. (sda)

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