Afghanistan: US-Soldaten töteten Kinder
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Afghanistan: US-Soldaten töteten Kinder

Bei schweren Kämpfen in der ostafghanischen Provinz Chost sind nach Angaben örtlicher Behörden erneut mehrere Zivilpersonen getötet worden. US-geführte Truppen töteten demnach sechs Personen, darunter zwei Kinder und eine Frau.

Der Sprecher des Gouverneurs, Khaibar Pushton, sagte am Mittwoch, sie seien in der Nacht auf Mittwoch bei einer Militäroperation der US-geführten Einheiten im Grenzgebiet zu Pakistan getötet worden.

In einer Mitteilung der US-Truppen hiess es dagegen, Soldaten hätten Stellungen der radikalislamischen Taliban angegriffen und mehrere Aufständische getötet. Allerdings räumte das US-Militär ein, nach Ende des Feuergefechts die Leichen einer Frau und eines Kindes geborgen zu haben.

Zivile Opfer bei Operationen ausländischer Truppen in Afghanistan sorgen in der Bevölkerung für zunehmenden Unmut. Die afghanische Regierung und die UNO haben die Internationale Schutztruppe ISAF und die US-geführten Truppen bereits mehrfach aufgefordert, vorsichtiger zu sein.

Erst am Dienstag hatten afghanische Behörden der ISAF vorgeworfen, bei einem Luftangriff in der südlichen Provinz Helmand 50 Zivilpersonen getötet zu haben. Die ISAF wies die Anschuldigungen zurück.

(sda)

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