AFI - «Decemberunderground»: AFI: Weniger düster, mit mehr Melodie
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AFI - «Decemberunderground»AFI: Weniger düster, mit mehr Melodie

Was in den Staaten mittlerweile der letzte Schrei ist, hat einst auf dem Pausenhof einer stinknormalen Highschool begonnen. Dort setzten sich vier Jungs das Ziel, ganz gross durchzustarten, und gründeten die Band A Fire Inside.

Obwohl damals noch keiner des Quartetts ein Instrument spielen konnte, gings rasch. Selbst die Majors wurden auf die Dark-Punk-Klänge mit Gothic-Einflüssen von Frontmann Davey Havok und seinen Kumpanen aufmerksam. Der Bandname wurde auf AFI gekürzt, die Instrumente beherrscht und die US-Charts gestürmt. Die letzte Platte «Sing the Sorrow» verkaufte sich über eine Million Mal.

Drei Jahre später veröffentlichten AFI nun ihr siebtes Album «Decemberunderground». Obwohl nicht mehr ganz so depressiv und kantig wie der Vorgänger, stieg auch diese Scheibe direkt auf Platz eins der US-Albumcharts ein. Songs wie «Summer Shudder», «Killing Lights» und «Miss Murder» sind grossartige Stadionhymnen, die förmlich zum Mitsingen einladen.

Und obwohl auch auf «Decemberunderground» noch einige Knüppel-Passagen, Choräle und wütendes Geschrei («Kill Caustic») zu hören ist, ist die Musik von AFI massentauglicher geworden. Mehr Elektrobeats, mehr Pop, mehr Melodie. «37mm» und «Love Like Winter» erinnern gar an Depeche Mode.

David Cappellini

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