Aktualisiert 13.08.2009 07:35

AbkommenAfrika jetzt atomwaffenfrei

Afrika ist offiziell atomwaffenfreie Zone. Ein Abkommen verbietet die Entwicklung, Produktion, Tests, den Erwerb oder die Stationierung von Atomwaffen auf Afrika.

Wie das südafrikanische Institut für Sicherheitsstudien am Mittwoch erklärte, ist ein entsprechender Vertrag in Kraft getreten, nachdem Burundi als 28.Staat seine Ratifizierungsurkunde übergeben hat.

Das Forschungszentrum war gemeinsam mit mehreren anderen internationalen Einrichtungen am Zustandekommen des sogenannten Abkommens von Pelindaba beteiligt.

Das nach Südafrikas früherer Atomwaffenschmiede benannte Abkommen von Pelindaba verbietet jegliche Entwicklung und Tests sowie die Produktion und den Erwerb oder die Stationierung von Atomwaffen auf dem afrikanischen Kontinent sowie den ihn umgebenden Inseln.

Zugleich sprachen sich die Unterzeichnerländer des bereits vor 13 Jahren beschlossenen Vertragswerks für die friedliche Nutzung der Atomenergie aus. Das Institut für Sicherheitsstudien erklärte dazu, das Abkommen werde direkte Auswirkungen auf die künftigen Atomenergie-Entwicklungen der afrikanischen Länder haben.

Die noch verbleibenden 24 afrikanischen Staaten, die das Vertragswerk zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert haben, werden in der Erklärung umgehend dazu aufgerufen. Zudem wird an Russland und die USA appelliert, eine Selbstverpflichtung zu ratifizieren, die die Respektierung dieser atomwaffenfreien Zone vorschreibt.

Die Atomwaffen-Staaten China, Frankreich und Grossbritannien haben dies bereits getan. Auf dem Kontinent hatte bisher nur Südafrika zu Apartheidzeiten erfolgreich einsatzfähige Atombomben produziert, sie aber vor der demokratischen Wende am Kap freiwillig unter internationaler Aufsicht zerstört.

(sda)

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