Afrikanische Flüchtlinge: Köpfe abgetrennt
Aktualisiert

Afrikanische Flüchtlinge: Köpfe abgetrennt

Welche Dramen sich auf den afrikanischen Flüchtlingsbooten abspielen, kann nur erahnt werden. Fischer fanden gestern vor der marokkanischen Küste in ihren Netzen die abgetrennten Köpfe zweier mutmasslicher Boatpeople.

Derweil hat die marokkanische Marine ein Boot mit mehr als 100 afrikanischen Flüchtlingen aufgespürt.

rund 100 Senegalesen und drei Gambier seien vor der Küste von Westsahara entdeckt worden, wie die lokalen Behörden mitteilten.

Von wo aus sie ihre Reise in Richtung der Kanarischen Inseln starteten, wurde nicht angegeben. Das Boot sei gerade in Seenot geraten, als die Marine es aufspürte. Durch die Wellen des Atlantik sei Wasser ins Boot gespült worden. Die Insassen seien in ein Aufnahmelager in Dakhla in Westsahara gebracht worden.

Wie die Nachrichtenagentur AFP im Hafen von Dakhla erfuhr, zogen Fischer am Samstag die Leiche eines ertrunkenen Afrikaners zusammen mit ihrer Beute aus dem Meer. Ausserdem hätten sie in ihren Fischernetzen die abgetrennten Köpfe zweier weiterer mutmasslicher Migranten gefunden.

Auf der gefährlichen Überfahrt von Afrika zu den Kanaren kommen häufig Flüchtlinge ums Leben. Seit Jahresbeginn sind etwa 25 000 afrikanische Flüchtlinge auf den Kanarischen Inseln gelandet.

(sda)

Deine Meinung