Aktualisiert 13.11.2007 21:42

Aggressive Patienten: Spitäler rüsten sich

Patienten in der Notaufnahme von Spitälern werden immer aggressiver: In Luzern werden die Angestellten deshalb in ein spezielles Training geschickt.

Insbesondere an den Wochenenden kommt es in den Notaufnahmen der Zentralschweiz immer öfter zu unschönen Szenen: Angestellte werden von oftmals schwer alkoholisierten Notfallpatienten bedroht, beschimpft oder sogar tätlich angegriffen. Das Spital Schwyz hat laut Direktor Thomas Aeschmann jetzt gar einen renitenten Patienten bei der Polizei angezeigt: «Der Mann hat unser weibliches Personal sexuell belästigt und sich rassistisch und verletzend geäussert.» Aeschmann will nun im ganzen Spital eine Direktwahl zur nahegelegenen Polizeistation einrichten, «damit wir bei Gefahr sofort um Hilfe rufen können.»

Eine Zunahme gewaltbereiter Notfallpatienten beobachtet auch das Luzerner Kantonsspital. «Das Notfallteam wird nun deshalb mit einem speziellen Trainingsprogramm auf gefährliche Situationen vorbereitet», sagt Mediensprecher Othmar Bertolosi. Im Notfall könnten zudem die zwei patrouillierenden Sicherheitsmänner eingreifen. Auch das Zuger Kantonsspital setzt bei nächtlichen Gewalteskaltionen auf Sicherheitspersonal im Haus.

Anne-Käthi Kremer

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