Aggressive Pendler: VBZler lernen Selbstverteidigung
Aktualisiert

Aggressive Pendler: VBZler lernen Selbstverteidigung

Die Gewalt gegen Mitarbeiter der VBZ-Ticketerias hat zugenommen: Um mit Pendlern in Rage umgehen zu können, nehmen sie Kurse in Selbstverteidigung.

Es ist schwer vorstellbar, aber Gründe, beim Kauf eines Trambilletts auszuflippen, gibt es offenbar einige: «Zum Beispiel weil jemand das Gefühl hat, er müsse zu lange in der Schlange stehen oder die Ticketpreise seien zu hoch», weiss VBZ-Sprecherin Daniela Tobler aus Erfahrung. Die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, habe sich in letzter Zeit generell erhöht. «Deshalb sind wir aktiv geworden und haben den Mitarbeitern der neun VBZ-Ticketerias und des Fundbüros angeboten, einen Selbstverteidigungskurs zu absolvieren.»

In den letzten Wochen besuchten rund 50 Billett-verkäufer das Kompetenzzentrum für Verbrechensprävention in Winterthur und lernten, wie mit Pendlern in Rage umzugehen ist. Im Fokus stand das Verhalten bei Raub- und Gewalttaten. «Das Antrainieren von Sicherheitsreflexen gibt ganz neue Möglichkeiten, wie man sich in Gefahrensituationen erfolgreich behaupten kann», sagt Tobler. Den Verkäuferinnen und Verkäufern schien es zu gefallen. Tobler: «Das Feedback war selten so gut wie nach diesem Seminar.»

Um zusätzlich die Sicherheit im offenen Billettverkauf zu erhöhen, sind in den Ticketerias und im Fundbüro Alarmanlagen und Videokameras installiert worden.

Alexandra Roder

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