Eglisau ZH : Aggressiver Fuchs greift Jogger an

Aktualisiert

Eglisau ZH Aggressiver Fuchs greift Jogger an

In den Eglisauer Rebbergen treibt sich ein angrifflustiger Fuchs herum, der einem Jogger schon dreimal aufgelauert hat. Nur mit grösster Mühe konnte er Schlimmeres verhindern.

von
som

Frühmorgens oder abends joggt Meinrad Pfister regelmässig auf den Wegen und Strassen zwischen den Eglisauer Rebbergen. Seit dem letzten Wochenende fühlt er sich dabei aber nicht mehr wohl. Grund ist ein angriffslustiger Fuchs, der Pfister schon dreimal überrascht hat.

Am letzten Sonntag lauerte ihm das Tier nur gerade 100 Meter von seinem Wohnhaus entfernt auf, sagt Pfister zum «Zürcher Unterländer»: «Er ist aus dem Rebberg hinaus auf mich losgerannt.» Pfister warf mit Steinen, klatschte laut in die Hände und schrie. Nur so habe er das Tier von sich abhalten können. «Ich hatte Panik, dass mich der Fuchs zerfleischt», sagt er zu «Tele Züri».

Überzeugt, dass das Tier gefährlich und krank ist

Bereits zwei Tage später verfolgte ihn der Fuchs wieder und er konnte ihn nur mit grösster Mühe auf Abstand halten. Am Donnerstag rannte ihm das Tier zum dritten Mal nach, bis er zu Hause war. Pfister ist überzeugt, dass es gefährlich und krank ist: «Deshalb ist es wichtig, dass die Leute hier Bescheid wissen.»

Mit dem zuständigen Jagdaufseher Fritz Strässler habe er bereits nach dem zweiten Angriff einen Termin im Rebberg vereinbart, um ihm das Tier zu zeigen: «Schliesslich geschah das Ganze in einem Wohnquartier, in dem es viele Kinder hat.» Allerdings sei der Jagdaufseher nicht zum Treffen erschienen, so Pfister.

«Verhalten ist nicht aussergewöhnlich»

Strässler äussert sich gegenüber der Zeitung nicht zum angriffslustigen Fuchs. Laut dem kantonalen Jagdverantwortlichen Jürg Zinggeler können solche Vorfälle aber durchaus vorkommen. Dieses Verhalten sei nicht aussergewöhnlich, wenn ein Fuchs die Scheu vor Menschen verloren habe: «Die Menschen müssen deshalb unbedingt damit aufhören, Wildtiere zu füttern und ihre Abfallsäcke vors Haus zu stellen.»

Dass der Fuchs gefährlich oder krank ist, glaubt Zinggeler aber nicht: «Wäre das Tier tatsächlich krank, würde es sich nicht so verhalten. Und die Tollwut gibt es in der Schweiz seit dem Jahr 1998 nicht mehr.» Allerdings gibt es immer wieder Verdachtsfälle, vor allem bei aus dem Ausland eingeführten Haustieren.

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