Ahmadinedschad akzeptiert Klarstellung des Papstes
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Ahmadinedschad akzeptiert Klarstellung des Papstes

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Klarstellung von Papst Benedikt XVI. zu den umstrittenen Äusserungen über den Islam begrüsst.

«Wir respektieren den Papst und all jene, die für Frieden und Gerechtigkeit sind», sagte der iranische Präsident zum Abschluss eines zweitägigen Venezuela-Besuchs in der Hauptstadt Caracas.

Mit seinen Äusserungen schlug Ahmadinedschad einen anderen Ton an als das geistliche Oberhaupt Irans, Ayatollah Ali Chamenei. Dieser hatte den Papst am Montag scharf kritisiert und die umstrittene Papst-Rede in Regensburg als das «letzte Glied eines Komplotts für einen Kreuzzug» bezeichnet.

US-Präsident Bush sieht aufrichtiges Bedauern des Papstes

US-Präsident George W. Bush hat das Bedauern des Papstes nach seinen umstrittenen Äusserungen zum Islam als aufrichtig bezeichnet. Bush diskutierte das Thema am Montag bei einem Treffen mit dem malaysischen Ministerpräsidenten Abdullah Ahmad Badawi. «Der Präsident verwies darauf, dass der Papst sich für seine Bemerkungen entschuldigt hat und der Präsident glaubt, dass der Papst dies aufrichtig gemeint hat», sagte ein Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats, Dennis Wilder, vor Beginn der UN-Vollversammlung in New York. Badawi sagte, er akzeptiere die Entschuldigung des Papstes. In Zukunft müsse der Papst jedoch Bemerkungen vermeiden, die Muslime beleidigen könnten, fügte der Ministerpräsident hinzu.

Der Papst hatte in einer Vorlesung an der Regensburger Universität einen byzantinischen Kaiser aus dem 14. Jahrhundert mit den Worten zitiert, der Prophet Mohammed habe nur Schlechtes und Inhumanes gebracht, indem er für die Verbreitung des Glaubens mit dem Schwert eingetreten sei. Benedikt bedauerte inzwischen, dass dieses Zitat Muslimen in aller Welt als Beleidigung aufgefasst worden sei und stellte klar, dass es in keiner Weise seine eigenen Gedanken wiedergebe.

(sda)

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