Proteste: Ahmadinedschad bleibt Afrika-Gipfel fern
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ProtesteAhmadinedschad bleibt Afrika-Gipfel fern

Muammar el Gaddafi hat eigenmächtig den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad an den Afrika-Gipfel nach Libyen eingeladen. So nicht, sagten darauf die anderern Staatschefs.

Die Einladung des libyschen Staatschefs an Ahmadinedschad ohne Rücksprache mit den Gremien der Afrikanischen Union (AU) sei bei mehreren Delegierten auf Unwillen gestossen, verlautete aus Diplomatenkreisen. Nun hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seine Teilnahme in letzter Minute abgesagt.

Auch Mubarak kommt nicht zur Eröffnung

Die Themen auf der Tagesordnung des AU-Gipfels in der libyschen Küstenstadt Sirte reichen von der globalen Wirtschaftskrise bis zum Kampf gegen die Ausbreitung von Wüsten. Die libyschen Gastgeber wollen ausserdem Gaddafis Projekt der «Vereinigten Staaten von Afrika» voranbringen und haben auf dem Weg zu diesem Ziel die Gründung eines Afrikanischen Verteidigungsrats vorgeschlagen.

Von den dazu eingeladenen Gästen konnte auch der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi nicht kommen. Der amtierende G-8-Präsident sagte die Reise nach dem schweren Zugunglück in der Toskana ab.

Ebenfalls nicht mit dabei war der ägyptische Präsident Husni Mubarak, der am Mittwoch eigentlich die Eröffnungsansprache halten sollte. Stattdessen schickte Mubarak nach einer Meldung der amtlichen ägyptischen Nachrichtenagentur MENA Ministerpräsident Ahmed Nasif nach Sirte.

Der Exekutivrat der Afrikanischen Union hob am Dienstagabend die Sanktionen gegen Mauretanien auf, mit denen die Staatengemeinschaft gegen den Militärputsch in dem nordafrikanischen Land vom August 2008 protestierte. Die Entscheidung erfolgte unter dem Vorbehalt, dass die Präsidentschaftswahl am 18. Juli in Mauretanien als fair eingestuft wird. (dapd)

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