Aktualisiert 07.06.2006 13:25

Ahmadinedschad schickt Stellvertreter an die WM

Der iranische Staatspräsident Ahmadinedschad wird nur zur Fussball-WM nach Deutschland reisen, falls Iran in die zweite Runde vorstösst. Hingegen kündigte der Vizepräsident Mohammed Aliabadi einen Besuch in Deutschland an. Und Deutschland erteilte bereits ein Visum.

«Der Besuch wurde uns offiziell von der iranischen Botschaft angekündigt», sagte ein Sprecher des Amtes am Mittwoch der AP auf Anfrage. Dem Antrag auf ein Visum sei stattgegeben worden: «Das Visum ist jetzt erteilt.»

Die iranische Botschaft kündigte an, dass Ahmadinedschads Stellvertreter, der Vizepräsident und Sportbeauftragte des Landes, Mohammed Aliabadi, die iranische Mannschaft in Deutschland besuchen werde. Er reise bereits am Donnerstag ab. Aliabadi soll sich laut Medienberichten vom 8. bis zum 13. Juni in Begleitung von iranischen Funktionären in Deutschland aufhalten.

Ahmadinedschad kommt, wenn Iran weiterkommt

Aliabadi ist einer von sieben Stellvertretern des iranischen Präsidenten und zugleich Sportbeauftragter seines Landes. Ahmadinedschad hatte am vergangenen Wochenende angekündigt, zum Achtelfinale nach Deutschland zu kommen, falls die iranische Mannschaft die Vorrunde der Fussball-Weltmeisterschaft übersteht. «Wenn ihr es bis in die zweite Runde schafft, würde ich versuchen, dabei zu sein», gab Ahmadinedschad der Mannschaft vor der Abreise nach Deutschland auf den Weg.

Der Iran spielt am kommenden Sonntag in Nürnberg gegen Mexiko. Es ist das Auftaktspiel der Gruppe D. Um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren, muss Iran einen der beiden ersten Plätze erreichen. (dapd)

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