Aktualisiert 19.08.2009 05:27

Nach den WahlenAhmadinedschad setzt auf Frauen

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mindestens 13 neue Minister in sein neues Kabinett berufen. Dabei kommt es zu einer Premiere: Erstmals sitzen drei Frauen in der Regierung.

Aussenminister Manuchehr Mottaki bleibt entgegen anderslautender Spekulationen im Amt. Zuletzt war berichtet worden, Mottaki könnte durch den als Hardliner geltenden Chef-Atomunterhändler Said Dschalili ersetzt werden.

Ahmadinedschad hatte nach seiner umstrittenen Wiederwahl am 12. Juni und seiner Vereidigung vor zwei Wochen bis heute Mittwoch Zeit, um dem Parlament eine Kabinettsliste zur Zustimmung vorlegen.

Wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars weiter meldete, soll der frühere Handeslminister Massud Mir-Kazemi neuer Öl-Minister werden, der Kleriker Heydar Moslehi Chef des Geheimdienstes und Informationsminister.

Erstmals seit der islamischen Revolution von 1979 werden in dem neuen, 21-köpfigen Kabinett laut Fars auch drei Frauen sitzen: Sie werden im Gesundheits-, im Sozial- und im Erziehungsministerium die Verantwortung tragen. Irans letzte Ministerin war unter dem Schah- Regime im Amt und wurde nach der Revolution exekutiert. (sda)

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