Aktualisiert 04.02.2013 19:36

Erster Iraner im All

Ahmadinedschad will dem Affen folgen

Der Iran will hoch hinaus: Nachdem man angeblich einen Affen ins All geschickt hat, soll bald ein menschlicher Astronaut nachrücken. Und zwar nicht irgendjemand.

So berichtete das iranische Fernsehen über den angeblichen Affen im All.

Kürzlich hat der Iran nach eigenen Angaben einen Affen erfolgreich ins All geschickt - möglicherweise als Vorbereitung einer weiteren, grösseren Mission? Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärte sich nämlich bereit, der erste Iraner im Weltall zu werden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag.

«Ich bin bereit, für den wissenschaftlichen Fortschritt des Landes sogar mein Leben zu opfern und der erste iranische Astronaut im All zu werden», zitierte Irna Ahmadinedschad. Nach Aussage des Präsidenten will der Iran binnen vier oder fünf Jahren mit bemannten Weltraummissionen starten.

Anfang vergangener Woche hatte Teheran gemeldet, einen Affen in die Erdumlaufbahn geschossen und später sicher heimgebracht zu haben – daran sind aber später erhebliche Zweifel aufgetaucht. Der Iran will der erste islamische Staat werden, der einen Astronauten ins All schickt. Ahmadinedschad wies die Vermutung zurück, dass sein Land die Raumfahrttechnik für militärische Zwecke nutzen wolle.

John McCains Twitter-Witz sorgt für Empörung

Washington Ein Witz über Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad als Affe bringt den früheren US-Präsidentschaftsbewerber John McCain in Bedrängnis. Der Republikaner kommentierte am Montag auf Twitter die Meldung aus Teheran, dass Ahmadinedschad als erster Iraner ins Weltall geschossen werden möchte. «War er nicht erst letzte Woche da?», fragte McCain öffentlich - und verwies auf Irans Meldung vergangene Woche, man habe erfolgreich einen Affen ins All geschickt.

Die Bemerkung wurde auch von republikanischen Parteifreunden als rassistisch kritisiert. Daraufhin twitterte McCain: «Beruhigt euch, Leute, versteht denn keiner mehr einen Witz?» Dem Abgeordneten Justin Amash genügte das allerdings nicht. «Vielleicht sollten Sie zu Verstand kommen und keine rassistischen Witze machen», schrieb er auf Twitter.

McCain hatte sich während seiner Präsidentschaftskandidatur 2008 schon einmal in Schwierigkeiten gebracht, als er den Beach-Boy-Song «Barbara Ann» mit dem Text «Bomb Iran» (bombardiert Iran) unterlegte.

(sda)

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