Aktualisiert 24.03.2010 14:27

Altersvorsorge

AHV: Trotz Superrendite drohen Verluste

Der AHV-Fonds hat 2009 mit seinen angelegten Mitteln 13 Prozent Rendite erwirtschaftet. Grund zum Jubeln gibt es dennoch nicht. 2013 könnte der Fonds in die roten Zahlen abrutschen.

«Den AHV-Fonds gibt es seit 61 Jahren. In dieser Zeit erzielten wir auf der Anlageseite in 58 Jahren positive Ergebnisse. Davon war 2009 das beste Jahr, absolut wie auch relativ», sagte AHV-Fonds Geschäftsführer Eric Breval im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» vom Mittwoch.

Gemäss Verwaltungsratspräsident Marco Netzer beträgt die Gesamtperformance, die auch die flüssigen Mittel berücksichtigt, 11,5 Prozent. Das Umlageergebnis sei nicht so gut wie im Jahr zuvor, «wohl aber noch positiv», ergänzte Breval. Die Ergebnisse der Erwerbsersatzordnung (EO) und der IV blieben negativ.

Drohende rote Zahlen

Wiederholt warnen die beiden vor einer Finanzierungslücke ab 2013, sollte das Parlament nichts unternehmen. Verwaltungsratspräsident Netzer gibt sich jedoch zuversichtlich: «Ich bin Optimist. Das Parlament und das Volk haben in Abstimmungen stets eine Lösung für dieses sehr wichtige Sozialwerk gefunden.»

Rentenkürzungen gehören nicht zum Lösungsansatz von Netzer: «Ich persönlich glaube nicht, dass eine Rentenkürzung eine Lösung sein kann. Es gibt die Möglichkeit, die Beiträge oder das Rentenalter zu erhöhen, oder eine Kombination davon.» (sda)

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