Sozialausgaben: AHV und IV erneut teurer geworden
Aktualisiert

SozialausgabenAHV und IV erneut teurer geworden

In der Schweiz sind die Sozialausgaben auch 2007 gestiegen. Insgesamt wurden 142,4 Milliarden Franken ausgegeben. Teuerungsbereinigt entspricht dies einer Zunahme pro Einwohner um 1,8 Prozent.

Die höheren Aufwendungen sind insbesondere auf die Zunahme der Ausgaben der Altersvorsorge (AHV, BV), der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und der Invalidenversicherung (IV) zurückzuführen. Dank der niedrigeren Arbeitslosenquote aufgrund der guten Konjunkturlage im Jahre 2007 sind dagegen die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung (ALV) deutlich gesunken.

Starker Zuwachs der Sozialbeiträge

Die Einnahmen betrugen 2007 165,7 Milliarden Franken, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 2,6 Prozent (real 1,8%) entspricht. Durch den starken Anstieg der Arbeitgeberbeiträge (+8,9%) und Arbeitnehmerbeiträge (+6,8%) hat sich deren Anteil an den Gesamteinnahmen auf 54,9 Prozent erhöht. Diese Entwicklung ist auf die Zunahme der Anzahl Erwerbstätiger und auf die Erhöhung der Löhne 2007 zurückzuführen.

Sinkende Sozialabgabenquote

Abgenommen hat dagegen die Sozialausgabenquote, und zwar um 0,4 Prozentpunkte auf 27,8 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte. Damit ist die Quote seit dem Höchststand von 2004 zum dritten Mal in Folge gesunken. Mit der Quote werden die Sozialausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt angegeben. Die Schweiz liegt im europäischen Vergleich an achter Stelle.

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