Aids-Hilfe verdoppelt die Beratungen an Schulen

Aktualisiert

Aids-Hilfe verdoppelt die Beratungen an Schulen

Die Aids-Hilfe beider Basel hat die Zahl von Beratungen an Schulen in den letzten zwei Jahren stark erhöht. Vor allem schwächere Schüler sind ungenügend informiert.

Eine Schülerbefragung in der Region hatte ergeben, dass vor allem Schüler der WBS, Berufswahlklassen oder solche mit Migrationshintergrund zu wenig über HIV/Aids wissen. Doch gerade für diese Teenager, die meist nur die obligatorische Schulzeit bestreiten, sind Informationen über die immer noch unheilbare Immunschwächekrankheit wichtig. «Jugendliche, die früh in die Arbeitswelt einsteigen, werden früher sexuell aktiv», weiss Martina Saner von der Aids-Hilfe beider Basel.

Die Beratungsstelle hat deshalb im 2004 ihre Massnahmen an den Schulen optimiert. Neu wurden gezielt schwächere Schüler mit der Aids-Problematik konfrontiert, zum Beispiel in Kleinklassen. Auch an den Gewerbeschulen, wo mit den Lehrlingen die jüngsten Erwachsenen ausgebildet werden, hat die Aids-Hilfe ihre Präsenz verstärkt. «Insgesamt haben wir in den letzten beiden Jahren unsere Beratungen an Schulen um 80 Prozent gesteigert», sagt Saner. Das lebensnotwendige Wissen wird den Schülern aber nicht frontal eingepaukt, sondern in nach Geschlechter getrennten Workshops, die Handlungsanleitungen für Alltagssituationen geben sollen.

Jan Kirchhofer

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