Aktualisiert 25.06.2009 15:57

RückzahlungAIG baut Schuldenberg ab

Der zur Rettung weitgehend verstaatlichte US- Versicherer AIG will einen Teil seiner Milliardenschulden über den Börsengang von Töchtern abbezahlen.

In einem ersten Schritt soll der Schuldenberg bei der US-Notenbank so um 25 Mrd. Dollar sinken. Zwei internationale AIG-Lebensversicherer würden dazu abgespalten und sollen später an die Börse gehen, teilte der einst weltgrösste Versicherer am Donnerstag mit. Die regionale New Yorker Notenbank erhalte Anteile in Form von Vorzugsaktien der beiden Gesellschaften im Gesamtwert von 25 Mrd. Dollar. Bei ihr steht AIG nach eigenen Angaben mit rund 40 Mrd. Dollar in der Kreide.

Staat besitzt 80 Prozent an AIG

Die gesamten öffentlichen Finanzhilfen summieren sich bislang allerdings auf rund 180 Mrd. Dollar. Die Notenbank hatte den taumelnden AIG-Konzern vergangenes Jahr aus Angst vor einem Kollaps mit globalen Folgen stützen müssen. Im Gegenzug erhielt der Staat knapp 80 Prozent der Anteile.

Der zur Sanierung geplante Ausverkauf der weiter verlustreichen AIG (American International Group) zieht sich viel länger hin als geplant. Einzelne Töchter wollen inzwischen den Namen der Mutter loswerden, um unbelastet neu starten zu können.

Bisher übernahm unter anderem der Zürcher Versicherungskonzern Zurich Financial Services (ZFS) einen Teil der AIG. Für 1,9 Mrd. Dollar kaufte er im April das Autoversicherungsgeschäft des US- Versicherers.

Einen Zeitplan für den Börsengang der zwei Töchter American International Assurance Co. und American Life Insurance Co. nannte AIG nicht. Der Schritt soll je nach Entwicklung Aktienmärkte erfolgen. (sda)

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