Aktualisiert 26.02.2010 17:21

US-VersicherungsrieseAIG tief in den roten Zahlen

Der angeschlagene US-Versicherungsriese AIG ist im vierten Quartal wieder tief in die roten Zahlen gerutscht und hat einen Milliardenverlust eingefahren.

In den letzten drei Monaten des Jahres belief sich das Minus auf 8,87 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Freitag in Charlotte im US-Staat North Carolina mitteilte. Im letzten Vierteljahr 2008 hatte das Minus noch bei 61,7 Milliarden Dollar gelegen. Analysten hatten für das letzte Quartal 2009 aber mit einem weniger grossen Verlust gerechnet. AIG teilte zudem mit, dass der Konzern möglicherweise erneut Hilfe vom Staat benötigen werde.

Als Grund für das Minus im vierten Quartal nannte das Unternehmen die aktuellen Sanierungsbemühungen und das ohnehin schwache Versicherungsgeschäft. Ausserdem sei mehr Geld für mögliche Ausfälle zurückgestellt worden.

Das national und international in der Finanzbranche extrem verflochtene Unternehmen wurde 2008 mit inzwischen über 182 Milliarden Dollar von der US-Regierung vor dem Zusammenbruch bewahrt, der weltweite Erschütterungen hätte auslösen können. Dem Staat gehören deshalb jetzt 80 Prozent der AIG-Anteile. Nach Veröffentlichung der Zahlen stürzte die Aktie des Konzerns kurz nach Handelsbeginn an der Börse um 7,5 Prozent ab. (dapd)

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