Aktualisiert 03.11.2014 17:32

Kurze AmtszeitAir-Berlin-Chef Prock-Schauer tritt zurück

Nach zwei Jahren als Air-Berlin-Chef gibt der Österreicher Wolfgang Prock-Schauer sein Amt ab Februar 2015 auf. Nachfolger wird Stefan Pichler, derzeit Chef der Fiji Airlines.

Der Österreicher Wolfgang  Prock-Schauer war Anfang 2013 zum Airberlin-Chef ernannt worden. Jetzt scheidet Prock-Schauer nicht nur als Chef, sondern auch als Mitglied des Verwaltungsrates aus.

Der Österreicher Wolfgang Prock-Schauer war Anfang 2013 zum Airberlin-Chef ernannt worden. Jetzt scheidet Prock-Schauer nicht nur als Chef, sondern auch als Mitglied des Verwaltungsrates aus.

Nach nur zwei Jahren im Amt tritt der Chef der Fluggesellschaft Air Berlin, Wolfgang Prock-Schauer, ab. Prock-Schauer werde zum 1. Februar 2015 sein Amt auf eigenen Wunsch niederlegen, teilte die Airline am Montag mit.

Zu seinem Nachfolger hat der Verwaltungsrat Stefan Pichler bestimmt. Pichler ist derzeit Chef der Fiji Airlines. Davor leitete er die Geschäfte von Jazeera Airways in Kuwait. Er war auch schon für die Virgin-Gruppe in Australien und für die Lufthansa tätig.

Sparanstrengungen reichten nicht aus

Der Österreicher Prock-Schauer war erst Anfang 2013 zum Nachfolger des jetzigen Berliner Flughafenchefs Hartmut Mehdorn ernannt worden. Prock-Schauer scheide nicht nur als Chef, sondern auch als Mitglied des Verwaltungsrates aus, teilte Air Berlin mit. Er werde aber weiterhin als Manager für Strategie und Planung an Bord bleiben.

Prock-Schauer hatte im Frühjahr zugeben müssen, dass die bisherigen Sparanstrengungen nicht ausreichen, um Deutschlands zweitgrösste Airline zurück in die Gewinnzone zu bringen. Er kündigte daraufhin eine grundlegende Neuausrichtung an, hielt dann aber am bisherigen Geschäftsmodell fest. Air Berlin sei mit den drei Segmenten Europa, Touristik und Langstrecke genau richtig positioniert.

1100 Stellen gestrichen

Die Fluggesellschaft steckt wegen eines übereilten Expansionskurses seit Jahren finanziell in Turbulenzen. Neben einer Verkleinerung von Flotte und Flugangebot helfen millionenschwere Finanzspritzen des Grossaktionärs Etihad der Airline.

In den vergangenen Monaten strich Air Berlin 900 Stellen. Ende Oktober kündigte Prock-Schauer an, dass weitere 200 Stellen wegfallen. (sda)

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