Aktualisiert 08.03.2004 13:30

Air Berlin erwägt Börsengang

Die Fluggesellschaft Air Berlin will bis zum Sommer über einen Gang an die Börse entscheiden.

Air-Berlin-Sprecher Peter Hauptvogel begründete die Pläne am Montag in Berlin so: «Wir hätten gern frisches Geld, um neue Märkte zu erschliessen.» Die jetzigen Gesellschafter wollten «im Boot bleiben».

Air-Berlin-Geschäftsführer und Miteigentümer Joachim Hunold hatte dem Nachrichtenmagazin «Focus» zufolge gesagt, mit dem Geld aus einem Börsengang solle der Um- und Ausbau der Flotte von derzeit 44 Boeing-Flugzeugen finanziert werden.

Dabei könne er sich auch einen Wechsel zum Boeing-Konkurrenten Airbus vorstellen, erklärte Hunold. Innerhalb Deutschlands will Air Berlin dem «Focus»-Bericht zufolge künftig schärfer in Konkurrenz zur Lufthansa gehen. Da diese derzeit verstärkt touristische Ziele wie Mallorca anfliege, müsse sich Air Berlin überlegen, ob man nicht umgekehrt mehr in den Lufthansa-Kernmarkt gehen werde, betonte der Geschäftsführer dem Magazin zufolge.

Air Berlin ist nach eigenen Angaben nach der Lufthansa zweitgrösste Fluglinie in Deutschland und der drittgrösste Billigflieger in Europa. 2002 wurden 6,7 Millionen Gäste transportiert. Der Umsatz stieg von 696 auf 984 Millionen Euro. Im Januar war Air Berlin mit 24 Prozent bei der neuen Linie des Österreichers Niki Lauda, NIKI, eingestiegen. Die beide Partner wollen sich damit nach eigenen Angaben als Billigflieger und Charterunternehmen den österreichischen und osteuropäischen Markt erschliessen. (dapd)

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