Reisebranche: Air Berlin in der Verlustzone

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ReisebrancheAir Berlin in der Verlustzone

Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ist im Sog der Wirtschaftskrise tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen meldete am Montag in Berlin für das Geschäftsjahr 2008 einen Verlust nach Steuern von 75 Millionen Euro.

Im Vorjahr hatte Air Berlin ein Minus von 39,9 Millionen Euro ausgewiesen. Als Grund für den höheren Verlust nannte das Unternehmen den Steueraufwand, der «vor allem aus der Abschreibung von latenten Steuerforderungen auf Verlustvorträge aufgrund von Restrukturierungsmassnahmen» resultiere.

Aber auch vor Steuern hat sich das Ergebnis im Geschäftsjahr 2008 mit minus 57,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mit minus 59,4 Millionen Euro nur leicht verbessert. Verantwortlich dafür machte Air Berlin «eine hohe nicht liquiditätswirksame negative Marktwertveränderung der Währungs- und Zinswaps als Folge der krisenhaften Verwerfungen an den Weltfinanzmärkten».

Trotz der schwierigen Bedingungen für die Luftfahrt habe das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 14,2 Millionen Euro erzielt, erklärte die Fluggesellschaft. Der konsolidierte Gesamtumsatz erreichte 3,4 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einzelheiten des Jahresergebnisses will Air Berlin am Mittag auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellen. (dapd)

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