Flugunfall: Air-Berlin-Jet rutscht von Startbahn
Aktualisiert

FlugunfallAir-Berlin-Jet rutscht von Startbahn

Schock zum Ferienbeginn: Ein Air-Berlin-Flieger mit 171 Menschen an Bord ist in Dortmund von der Startbahn gerutscht. Verletzt wurde niemand. Der Flughafen blieb wegen der aufwändigen Bergung fast 14 Stunden lang gesperrt.

Nach Angaben des Flughafens Dortmund ereignete sich der Zwischenfall am Sonntagmorgen um 07.05 Uhr. Eine Air-Berlin-Sprecherin sagte, es habe technische Schwierigkeiten mit der Boeing 737-800 gegeben: Pilot und Co-Pilot hätten unterschiedliche Geschwindigkeiten angezeigt bekommen. Daraufhin habe der Kapitän den Start abgebrochen, und die Maschine kam erst auf einer verschneiten Wiese zum Stehen. «Wir gehen davon aus, dass das korrekt war», sagte die Sprecherin. Doch werde der Vorfall untersucht, sowohl von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung als auch von einer internen Kommission.

Der Flieger sei nicht evakuiert worden, sondern die Passagiere seien ganz normal über die Treppen ausgestiegen. Am Flughafen seien die Menschen psychologisch betreut und mit Essen versorgt worden. Auch das Gepäck sei unbeschädigt. Die 165 Passagiere wurden mit Bussen nach Paderborn gefahren und starteten dort um 14.00 Uhr in ihr Ziel Las Palmas auf Gran Canaria.

Flughafen fast 14 Stunden lang gesperrt

Wegen der havarierten Maschine war der Flughafen am Sonntag von 07.05 Uhr bis 20.45 Uhr abends geschlossen. Ab 20.45 Uhr konnten Maschinen wieder ab Dortmund starten und landen und verspätete Flugzeuge bis 23 Uhr landen. Insgesamt mussten 28 Flüge am Sonntag gestrichen beziehungsweise umgeleitet werden. Am Montag könne es aufgrund des Vorfalls zu einigen Verspätungen kommen, sagte Flughafensprecher Marc Schulte.

Für die Bergung der Boeing wurde ein Spezialbergungsfahrzeug benötigt, dass das Flugzeug vom Rasen ziehen und zum Terminal schleppen konnte. Rund 4000 Passagiere waren in dem Zeitraum von der Sperrung betroffen. Ankommende Maschinen sind auf umliegende Flughäfen umgeleitet worden. «Abfliegende Fluggäste wurden, soweit möglich, mit Bussen zu den Flughäfen nach Paderborn, Münster oder Köln/Bonn gebracht und konnten von dort mit Ersatzmaschinen ihre Reise fortsetzen», sagt Schulte. (dapd)

Flugbehinderungen auf den Kanaren

Wegen eines Stromausfalls ist es am Sonntagvormittag auf den acht Flughäfen der Kanarischen Inseln zu Verspätungen gekommen. 43 Flugzeuge auf sechs Flughäfen konnten während des etwa halbstündigen Ausfalls nicht starten, wie die Flughafenbehörde AENA mitteilte. Ankommende Maschinen konnten landen, doch der Abflug von Flugzeugen verzögerte sich auf allen acht Flughäfen des Archipels. Betroffen waren unter anderem Flüge aus Lateinamerika. Der Grund für den Stromausfall war zunächst nicht bekannt.

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