Air Berlin krebst zurück
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Air Berlin krebst zurück

Einen Tag nach dem kurzfristig verschobenen Börsengang hat Air Berlin die Preisspanne für die angebotenen Aktien deutlich gesenkt.

Die Papiere sollen nun zwischen 11,50 und 14,50 Euro kosten, wie die deutsche Fluggesellschaft englischer Rechtsform am Freitag in London mitteilte. Bisher lag der anvisierte Ausgabepreis bei 15 bis 17,50 Euro.

Zudem würden nur noch bis zu 48 Millionen Aktien ausgegeben. Bislang konnten Interessenten bis zu 49,8 Millionen Aktien ordern. Das Emissionsvolumen reduziert sich damit von 750 bis 870 Mio. Euro auf 489 bis 616 Mio. Euro

Damit gibt Deutschlands zweitgrösste Fluggesellschaft dem Druck der Investoren nach, die angesichts hoher Risiken wie steigender Ölpreise auf einen Preisnachlass gedrängt hatten. Wegen zögerlicher Nachfrage hatte Air Berlin am Donnerstag überraschend den Börsengang um sechs Tage auf den 11. Mai verschoben und die Zeichnungsfrist verlängert.

Fernsehmoderator Johannes B. Kerner, der Hauptwerbepartner von Air Berlin ist, erklärte am Freitag, «die Börse ist eine Sache von Angebot und Nachfrage. In diesem Fall war die Nachfrage wohl nicht gross genug. Für die Börse aber kein ungewöhnlicher Vorgang. Zuletzt geschehen auch beim Börsenstart von Post AG, Postbank und Praktiker.»

(sda)

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