Air France-KLM verhandelt weiter über Alitalia-Kauf
Aktualisiert

Air France-KLM verhandelt weiter über Alitalia-Kauf

Air France-KLM hat am Montag erneut mit den italienischen Gewerkschaften über den Kauf der Fluglinie Alitalia verhandelt. Jedoch lehnen die Arbeitnehmervertretungen bisher das neue Angebot der französisch-niederländischen Gruppe ab.

Air France-KLM hatte die neue Offerte Alitalia am vergangenen Freitag unterbreitet. Der Gewerkschaftsverband UIL verliess am Montagnachmittag sogar den Verhandlungstisch, zeigte sich jedoch bereit, in den nächsten Tagen weitere Gespräche zu führen. Air- France-KLM-Chef Jean-Cyril Spinetta rief die Gewerkschaften auf, verantwortungsbewusst und zum Wohl von Alitalia zu handeln.

Verzicht auf Malpensa-Klage

Um die Airline zu retten, will Air France-KLM 2100 Arbeitsplätze streichen. Zudem soll die Flotte der Italiener um 37 Passagiermaschinen und drei Fracht-Flugzeuge reduziert werden. Die Cargosparte der Alitalia soll zudem ab 2010 ganz stillgelegt werden.

Auch fordert die Gruppe die Zustimmung der Regierung zu dem Kauf sowie den Verzicht der Verwaltungsgesellschaft SEA des Mailänder Flughafens Malpensa auf eine Schadenersatzforderung in Höhe von 1,25 Mrd. Euro. Damit will die SEA gegen die geplante Herabstufung des norditalienischen Drehkreuzes Malpensa zugunsten des römischen Flughafens Fiumicino vorgehen.

(sda)

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