Aktualisiert 09.09.2014 14:54

Flug nach New York

Airbus beim Start in Zürich von Vogel getroffen

Ein Airbus A330-300 ist gerade auf dem Weg nach New York beim Start in Zürich, als ein Vogel in ein Triebwerk gerät. Der Pilot berichtet über «Vibrationen» und musste umkehren.

von
num/sda
Nach dem Start in Zürich dreht der Airbus ab und fliegt endlose Schlaufen, um Kerosin zu verbrauchen.

Nach dem Start in Zürich dreht der Airbus ab und fliegt endlose Schlaufen, um Kerosin zu verbrauchen.

Bange Minuten für die 168 Passagiere an Bord des Flugs LX14 von Zürich nach New York. Beim Start fliegt ein Vogel in ein Triebwerk des Airbus A330-300.

Der Pilot funkt nach Zürich: «Wir hatten einen Vogelschlag während des Starts. Getroffen hat es Triebwerk 1, spüren Vibrationen.» Er kündigt an, womöglich umkehren zu müssen.

Nur wenige Minuten später ist klar: Das wird vorerst nichts mit der Reise zum Big Apple. Die Maschine kreist über eine Stunde lang nach dem Start über dem Mittelland, um Kerosin zu verbrauchen - im Gegensatz zu anderen Maschinen hat der Airbus A330-300 keine Möglichkeit, Kerosin manuell abzulassen.

Der Airbus gehört zwar der Swiss, dieser Flug wird jedoch von der Edelweiss Air betrieben. Sprecher Andreas Meier bestätigt gegenüber 20 Minuten den Vorfall. Gefahr für die Passagiere habe zu keiner Zeit bestanden. «Der Captain hat sich wegen der Vibrationen aus Sicherheitsgründen dafür entschieden, umzukehren.» Diese Situationen würden von der Crew regelmässig im Simulator geübt. Kurz nach 16 Uhr landete das Flugzeug wieder in Zürich.

Ob das Triebwerk beschädigt wurde, sei noch unklar. Weiterfliegen wird die Maschine vorerst nicht. Die Passagiere werden auf die nächsten Flüge umgeteilt - oder in Folge Platzmangels von Edelweiss Air in einem Hotel untergebracht.

Vogelschlag ist am Flughafen Zürich keine Seltenheit: Bis zu 100 Mal pro Jahr prallen Tiere auf startende Maschinen - trotz Vergrämungsaktionen. Auf dem Flughafen leben viele Greifvögel wie etwa Mäusebussarde. Dazu kommen im Herbst und Frühling zusätzlich auch noch Schwärme von Zugvögeln, die im benachbarten Naturschutzgebiet Neeracher Ried Rast machen.

Hier meldet der Pilot den Vogelschlag:

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