Airline für Topmanager
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Airline für Topmanager

Die im Oktober 2004 gegründete First Wing will sich zwischen der Business Class von Linienfluggesellschaften und dem herkömmlichen Jet Charter positionieren.

Ab April 2005 wird in Zürich eine Airline für Topmanager abheben. Unter dem Namen First Wing werden gecharterte Jets europäische Wirtschaftsmetropolen anfliegen. Dahinter stehen zehn Unternehmer von Schweizer Industrie- und Finanzkonzernen.

Die Tarife würden zwischen 30 und 50 Prozent über den Business-Class-Tarifen liegen, teilte First Wing am Montag weiter mit. Am Wochenende sollen zudem Ferienziele angeflogen werden.

Die Airline setzt gemäss eigenen Angaben auf das aus den USA stammende Sitzcharter-Konzept. Die Gesellschaft mietet dabei Flugzeuge, die zwischen 10 und 18 Plätze haben, inklusive Besatzung. Eine Betriebsbewilligung wird daher nicht gebraucht.

Voraussetzung, um mitfliegen zu können, ist eine (beitragspflichtige) Klubmitgliedschaft im so genannten Swiss Personal Jet Club von First Wing.

Die Investoren hinter First Wing seien «zehn Unternehmerpersönlichkeiten, die namhafte Schweizer Industrie- und Finanzkonzerne vertreten», heisst es weiter in der Mitteilung.

Es würden bewusst noch keine Namen bekannt gegeben, sagte der kommerzielle Leiter Reto Brun auf Anfrage. Die Unternehmer hätten aber als Privatpersonen mit persönlichem Geld investiert. Der Verwaltungsrat soll bis April 2005 bekannt gegeben werden.

«Von Interessenten überrannt»

Das zukünftige Streckennetz und die Ausgestaltung der Klubmitgliedschaft würden von den Bedürfnissen der Kunden abhängen, wird der Leiter Jürg Baumgartner in der Mitteilung zitiert. Diese werden in den oberen Führungsetagen der Unternehmen gesucht, bei Geschäftsleitungen wie Verwaltungsräten.

Die Airline sieht sich mit ihren Taxiflügen in einem Wachstumsmarkt und beurteilt ihre Aussichten dementsprechend gut. «Wir werden bereits jetzt schon von Interessenten praktisch überrannt», so Baumgartner.

Bisher seien zwischen 200 und 300 Anfragen eingegangen, sagte Brun. Bis Weihnachten will First Wing 400 potenzielle Kunden befragen. Auf Grund dieser Umfragen werden Flugplan und Tarife ausgearbeitet und Ende Januar/Anfang Februar bekannt gegeben.

Die Geschäftsführung besteht neben dem Leiter Jürg Baumgartner aus Roland Senn (zuständig für Flugbetrieb, Personal und Reservation), Reto Brun (Verkauf und Marketing) und Rolf Rüegg (Juristisches). Letzterer ist zudem interimistischer VR-Präsident.

(sda)

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