15.09.2020 17:34

Altenrhein SGAirline muss wegen BAG Dämpfer hinnehmen

Die People’s Airline hat seit Montag den Flugbetrieb nach Wien wieder aufgestockt. Gleichzeitig wurde die Stadt neu auf die Risikoliste des BAG gesetzt. Für die Fluggesellschaft ist das ein empfindlicher Entscheid.

von
Michel Eggimann
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Die People’s Airline hat am Montag den Flugbetrieb zwischen Altenrhein und Wien wieder aufgestockt.

Die People’s Airline hat am Montag den Flugbetrieb zwischen Altenrhein und Wien wieder aufgestockt.

People's / Tino Dietsche
Doch seit Montag gilt für Reisende aus Wien in der Schweiz eine Quarantänepflicht von zehn Tagen.

Doch seit Montag gilt für Reisende aus Wien in der Schweiz eine Quarantänepflicht von zehn Tagen.

People's / Tino Dietsche
Thomas Mary, Sprecher von People’s Airline, sagt: «Das ist ein harter Schlag. Jetzt müssen wir schauen, wie sich die Situation entwickelt.» 

Thomas Mary, Sprecher von People’s Airline, sagt: «Das ist ein harter Schlag. Jetzt müssen wir schauen, wie sich die Situation entwickelt.»

People's / Tino Dietsche

Darum gehts

  • Die People’s Airline hat am Montag die Flugstrecke Altenrhein–Wien wieder aufgestockt.
  • Altenrhein–Wien wird wie üblich zweimal pro Tag in beide Richtungen angeboten.
  • Für Reisende aus Wien gilt in der Schweiz aber neu eine Quarantänepflicht von zehn Tagen.
  • Erste Passagiere haben deswegen ihre Flüge storniert.
  • Für die Fluggesellschaft bedeutet das einen Rückgang des Umsatzes.

Die Flüge zwischen Altenrhein und Wien sind für die Fluggesellschaft People’s Airline das Standbein. Für mehrere Monate musste das Angebot wegen Corona angepasst werden. Es verkehrte pro Tag nur noch ein Flug von Altenrhein nach Wien und zurück. Das Angebot wurde halbiert. Seit Montag gibt es bei der Fluggesellschaft wieder vier Flüge täglich zwischen den beiden Städten.

Trotz der Aufstockung der Flugstrecke muss die People’s Airline einen Dämpfer hinnehmen. Das Bundesland Wien ist neu auf der Risikoliste des BAG. Das heisst, Reisende aus Wien müssen in der Schweiz zehn Tage in Quarantäne. Thomas Mary, Sprecher der People’s Airline, sagt: «Es gab erste Stornierungen von Schweizer Fluggästen. Von den Passagieren aus dem benachbarten Vorarlberg sind mir aber keine bekannt.» Die Mehrheit der Fluggäste auf der Strecke Altenrhein–Wien käme aus dem Vorarlberg, dennoch sei der Entscheid der Schweizer Behörden für sie schmerzhaft, so Mary weiter.

Finanzielle Situation ist angespannt

Denn durch die Stornierungen verliert die Fluggesellschaft an Einnahmen, und somit sinkt auch der Umsatz. Mary meint: «Wenn die Auslastung der einzelnen Flüge nicht genügend ist, spüren wir das immer.» Wie hoch die Einbussen sein werden, weil Wien auf der Risikoliste des BAG ist, kann er nicht abschätzen. Das werde die Zukunft zeigen. Der Sprecher der Fluggesellschaft in Altenrhein sagt aber auch: «Unsere finanzielle Situation ist sehr angespannt. Da geht es uns gleich wie anderen Fluggesellschaften.» Der Umsatz sei seit Beginn der Corona-Krise um rund 70 Prozent eingebrochen.

Für die People’s Airline kam der Entscheid des BAG zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Laut Mary haben die Buchungen von Fluggästen bis Ende letzter Woche vermehrt zugenommen. Darum hat die Fluggesellschaft das Angebot zwischen Altenrhein und Wien auch wieder erweitert. Dann kommunizierten die Behörden, dass das Bundesland Wien neu auf die Risikoliste kommt. «Das war ein harter Schlag. Jetzt müssen wir schauen, wie sich die Situation entwickelt», sagt Mary. Allenfalls müsse der Flugplan erneut angepasst werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es aber noch nicht geplant.

Positive Gedanken

Die Hoffnung hat man bei der People’s Airline nicht verloren. Man hoffe nun darauf, dass sich die Lage entspanne und der Bund Wien von der Liste streichen könne. Mary ist überzeugt: «Dann wäre unsere Auslastung auf den Flügen zwischen Altenrhein und der österreichischen Hauptstadt auch wieder besser.» Positiv beobachtet er auch die Entwicklung in der Wirtschaft. Diese laufe langsam wieder an und somit steige auch die Reisenachfrage.

Während des WEF in Davos herrscht am Flughafen in Altenrhein jeweils Hochbetrieb. 20 Minuten war am Tag vor dem Start der Ausgabe 2020 vor Ort.

gab

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11 Kommentare
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Simone

16.09.2020, 13:18

Schuld ist nur der heilige Bimbam.

Student

16.09.2020, 13:08

Immer wenn sich auf "Studien" berufen wird, diese aber NICHT namentlich GENAU bezeichnet werden, und NICHT recherchierbar sind, dann handelt es sich stets um eine Erfindung, im Zeitalter des Studien-Wahns!

Nber

16.09.2020, 06:03

Weltweites Totalversagen: Studie bestätigt völlige Wirkungslosigkeit aller Corona-Maßnahmen. Die umfangreiche Metastudie des National Bureau of Economic Research (NBER), eine der interdisziplinären Top-Forschungseinrichtungen der USA, bestätigt in aller Schonungslosigkeit: Weder Lockdowns noch Maskenzwang hatten einen Einfluss auf den Verlauf von Covid-19. Die Wissenschaftler analysierten alle nicht-pharmazeutischen Corona-Maßnahmen und ihre Auswirkung auf die Zahl der Todesfälle, und gelangten zu dem Schluss: Die Corona-Todesrate sank unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen, und zwar in allen untersuchten Ländern. Weder Ausgangssperren, Reisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen noch die Maskenpflicht – nichts von alldem hat den Verlauf der Coronavirus-Entwicklung beeinflusst. Auch das CDC hat in den USA bekannt gegeben, dass von den rund 145.000 dortigen Corona-Toten nur höchstens sechs Prozent seit Beginn der Pandemie tatsächlich nachweislich-kausal an Covid verstorben waren.