Explosion des Triebwerks: Airline zieht vorerst Boeing 777 aus dem Verkehr
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Explosion des TriebwerksAirline zieht vorerst Boeing 777 aus dem Verkehr

Die Luftfahrtbehörde der USA hat Konsequenzen nach dem Triebwerksausfall einer United-Airlines-Maschine über Denver angekündigt. Die Airline selbst hat bereits reagiert.

Nach dem Triebwerksausfall einer Boeing 777 unweit von Denver im Bundesstaat Colorado hat die US-Luftfahrtbehörde FAA Konsequenzen angekündigt. Maschinen dieses Typs, die mit bestimmten Triebwerken von Pratt & Whitney ausgestattet seien, sollten verstärkt und sofort überprüft werden, teilte FAA-Chef Steve Dickson am Sonntag (Ortszeit) mit und kündigte eine entsprechende Notfall-Richtlinie an. «Dies wird wahrscheinlich bedeuten, dass einige Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen werden müssen.» Die Inspektionsintervalle sollten erhöht werden.

Am Samstag waren infolge des Triebwerkausfalls grosse Flugzeugteile unweit von Denver als Trümmer in Wohngebiete gestürzt. Die Boeing 777 von United Airlines (UA) landete mit 241 Menschen an Bord dennoch sicher am Internationalen Flughafen in Denver. Es gab keine Berichte über Verletzte – weder an Bord noch am Boden. Die Maschine war auf dem Weg von Denver in die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu. Nach FAA-Angaben war das rechte Triebwerk der Maschine kurz nach dem Start ausgefallen.

United Airlines teilte mit, freiwillig sofort als Vorsichtsmassnahme 24 Boeing 777-Flugzeuge mit Triebwerken der Serie 4000 von Pratt & Whitney aus dem Flugplan herauszunehmen. Es solle sichergestellt werden, dass diese Flugzeuge die strengen Sicherheitsstandards erfüllten und wieder in Betrieb genommen werden könnten. Derzeit habe man 52 dieser Flugzeuge in der Flotte – 24 aktiv und 28 im Lager.

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Die Piloten setzten einen Notruf ab, als das Triebwerk explodierte – vom Boden aus war der Schaden deutlich zu sehen. (20. Februar 2021)

Die Piloten setzten einen Notruf ab, als das Triebwerk explodierte – vom Boden aus war der Schaden deutlich zu sehen. (20. Februar 2021)

via REUTERS
Flugzeugteile waren daraufhin in Denver auf Wohnhäuser gestürzt. 

Flugzeugteile waren daraufhin in Denver auf Wohnhäuser gestürzt.

Screenshot Twitter
Sie wurden in der gesamten Nachbarschaft verstreut.

Sie wurden in der gesamten Nachbarschaft verstreut.

AFP
(DPA)

Deine Meinung

20 Kommentare
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Fragender 777

22.02.2021, 06:55

Die Swiss hat doch auch diesen Flugzeugtyp, wie sieht es dort aus?

antiWHO

22.02.2021, 06:07

Starte demnächst ein Referendum gegen die WHO Mitgliedschaft. Das ist das tolle an der direkten Demokratie. Will erstens nicht mehr, dass die Schweiz bei denen Mitglied ist und zweitens die sollen ihren Standort wechseln. Jeder weiss mit ein bisschen Gripps, dass viel Geld geflossen ist. Carl Heneghan hat gesagt, die Pandemie ist vorbei aber ja man will ja nicht auf Oxford Professoren hören.

ReZi63

22.02.2021, 04:44

Eigentlich gelten die Triebwerke der B777 als sehr sicher. So ist eine B777 als 2-Strahler je nach eingesetztem Triebwerk für eine Flugroute mit einem Abstand von bis zu 5,5 Flugstunden zu einem Ausweichflughafen im Falle eines Triebwerausfalls zertifiziert.