Ausländergesetz: Airlines drohen Bussen für Passagiere ohne Pass
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AusländergesetzAirlines drohen Bussen für Passagiere ohne Pass

Im Oktober tritt das revidierte Ausländergesetz in Kraft – mit unangenehmen Folgen für Airlines. Ihnen drohen Geldstrafen, wenn sie Passagiere ohne gültigen Pass befördern.

von
kwo
Fluggesellschaften müssen schon bald eine Strafe zahlen, wenn sie Fluggäste ohne gültigen Ausweis in die Schweiz transportieren.

Fluggesellschaften müssen schon bald eine Strafe zahlen, wenn sie Fluggäste ohne gültigen Ausweis in die Schweiz transportieren.

Ab Oktober steigt der Aufwand für Airlines, die Schweizer Flughäfen anfliegen. Der Grund: Wenn sie Fluggäste ohne gültige Reisedokumente in die Schweiz transportieren, müssen sie mit erheblichen Bussen rechnen. Möglich wird dies durch eine Teilrevision des Ausländergesetzes.

Zuvor mussten die Behörden, in diesem Fall das Staatsekretariat für Migration, den Airlines eine Verletzung der Kontrollpflicht nachweisen. Neu müssen die Fluggesellschaften beweisen, alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen zu haben, damit sie nur Passagiere mitnehmen, die über gültige Reisedokumente verfügen. Sind die Airlines dazu nicht in der Lage, dann müssen sie laut Informationen des Reisemagazins «Travel Inside» eine Strafe zwischen 4000 und 16'000 Franken pro Passagier bezahlen.

Passagierdaten vor Abflug

Mit dem revidierten Ausländergesetz treten weitere Neuerungen im Reisebereich in Kraft. So dürfen die Schweizer Behörden von Airlines bei Flügen aus Nicht-Schengen-Ländern vor dem Start die Daten der Passagiere einfordern. Bisher hatten hierfür die Rechtsgrundlage nicht genügt. Dies, obwohl ein entsprechendes Informatiksystem zur Verfügung gestanden wäre.

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