Flugsicherheit: Airlines müssen Flugzeug genauer prüfen
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FlugsicherheitAirlines müssen Flugzeug genauer prüfen

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde (EASA) zieht Konsequenzen aus der Spanair-Katastrophe von Madrid und verpflichtet die Fluggesellschaften zu einer neuen Sicherheitsüberprüfung vor dem Start.

Gut zwei Monate nach dem Unglück mit 154 Toten will die EASA am (heutigen) Mittwoch eine Lufttüchtigkeitsanweisung erteilen. Diese soll für alle Fluggesellschaften gelten, die einen Jet wie die Unglücksmaschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82 in ihrer Flotte haben, wie Sprecher Daniel Höltgen der AP sagte.

Die Anweisung soll am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden. Sie gilt ab Mitte November und muss innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden. Die Kölner Behörde verpflichtet die Unternehmen damit, künftig vor jedem Abheben zu prüfen, ob das Start-Warnsystem funktioniert. Der neue Start-Check wird mit einem verbindlichen Eintrag ins Flughandbuch vorgeschrieben.

Nach Angaben des Sprechers warnt das System die Piloten von MD-82-Maschinen, falls die Start- und Landeklappen nicht ausgefahren sind. Diese Anweisung sei eine Präventivmassnahme, um auszuschliessen, dass sich ein Unglück wie in Madrid wiederhole. Weltweit sind deutlich mehr als 100 MD-82-Maschinen im Einsatz. In Europa setzen neben Spanair unter anderen Alitalia und die skandinavische SAS Flugzeuge dieses Typs ein.

Nur 18 Überlebende bei Katastrophe von Madrid

Im ersten offiziellen Bericht zur Katastrophe von Madrid hatte es geheissen, die MD-82 der Spanair sei vermutlich gestartet, obwohl Vorflügel und Landeklappen sich nicht in der richtigen Position befunden hätten. Die Piloten hätten wegen des fehlenden Alarms im Cockpit davon aber nichts mitbekommen. Der Absturz am 20. August war das schwerste Luftfahrtunglück in Spanien seit 25 Jahren. Nur 18 Menschen überlebten.

Mit Blick auf die weitere Aufklärung sagte Behördensprecher Höltgen: «Die Analyse des Unglücks wird sich nun auf die Wartungs- und Betriebspraxis der Airline konzentrieren.» Spanair war vorgeworfen worden, eine viele Jahre alte Empfehlung von McDonnell Douglas missachtet zu haben, wonach vor jedem Start das Alarmsystem zu überprüfen ist. Die Fluggesellschaft hat dies zurückgewiesen. (dapd)

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