Börsen in Asien: Aktienmärkte durch Ölpreis unter Druck

Aktualisiert

Börsen in AsienAktienmärkte durch Ölpreis unter Druck

Die Börsen in Asien haben deutliche Verluste hinnehmen müssen. Schlechte Vorgaben der Wall Street und ein Ölpreis von zeitweise mehr als 140 Dollar je Barrel fachten Inflationsängste und Konjunktursorgen weiter an.

Dies veranlasste Händler dazu, sich vor allem von Exportwerten wie Honda, Sony und Samsung zu trennen. Besonders stark gebeutelt wurde der Aktienmarkt in Taiwan, wo eine Zinserhöhung den Anlegern zusätzlich die Laune verdarb.

Auch Bankwerte gerieten unter Druck, nachdem das US-Institut Goldman Sachs vor weiteren Abschreibungen bei seinen heimischen Konkurrenten gewarnt hatte. Das grösste japanische Kreditinstitut Mitsubishi UFJ gab gut drei Prozent ab.

«Alle erdenklichen Negativfaktoren für den Markt sind erkennbar», sagte Oh Hyun-Seok, Marktanalyst bei Samsung Securities in Seoul. «Als dann noch der Ausverkauf in den USA hinzukam, wurden Panikverkäufe ausgelöst.»

Nikkei gibt 2 Prozent nach

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 277,96 Punkte oder 2,01 Prozent schwächer auf 13 544,36 Zählern. Das ist der tiefste Stand seit zwei Monaten. Für den Tokioter Leitindex war es zudem der siebte Handelstag in Folge mit einem Minus und damit die längste Verlustserie seit November.

Der breit angelegte TOPIX fiel um 24,11 Punkte oder 1,79 Prozent auf 1320,68 Punkte. Am Devisenmarkt notierte der Dollar schwächer bei 107,00-03 Yen nach 108,08-10 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte zum Dollar fester mit 1,5734-39 Dollar nach 1,5646-47 Dollar am späten Vortag. Zum Yen lag der Euro schwächer bei 168,35-40 Yen nach 169,11-15 Yen im späten Vortagshandel.

Die Börse in Taiwan schloss 3,4 Prozent im Minus, der Aktienmarkt in Shanghai notierte 6,14 Prozent leichter. Auch die Börsen in Korea, Singapur und Hongkong lagen im Minus. Auf dem Parkett in Shanghai sorgte eine Fülle anstehender Börsengänge für weitere Unruhe - und für ein Minus von satten sechs Prozent.

140 Dollar pro Fass

Der Preis für Rohöl sank wieder leicht auf rund 139 Dollar je Barrel, nachdem er zuvor ein Rekordhoch von mehr als 140 Dollar erreicht hatte.

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Abschlag von 3,03 Prozent auf 11 453 Punkte auf einem neuen Jahrestief. Der Technologie-Index Nasdaq fiel 3,3 Prozent auf 2321 Zähler.

Neben Sorgen um die Gewinnaussichten der Banken sorgten Spekulationen um finanzielle Probleme beim Autobauer General Motors, dessen Aktie um fast 11 Prozent tauchte, für Verunsicherung.

(sda)

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