Aktion Freiraum beansprucht Emmi-Haus für Kulturszene
Aktualisiert

Aktion Freiraum beansprucht Emmi-Haus für Kulturszene

Streit um die
Luzerner Butterzentrale:
Jetzt beansprucht die
Alternativkultur das
Emmi-Gebäude für sich.
Die Stadt hat allerdings
andere Pläne.

von
Markus Fehlmann

«Wir fordern von der Stadt, die Butterzentrale der Alternativkultur zur Verfügung zu stellen», sagt Anna Froelicher von der Aktion Freiraum. Diese kämpft um einen Ersatz für die im November geschlossene Boa – das neue Kulturzentrum Südpol wird als Alternative nicht akzeptiert. «Die Butterzentrale dagegen bietet ein riesiges Potenzial für die alternative Kulturszene», so Froelicher.

Die Stadt allerdings will Emmi als finanzkräftigen Steuerzahler weiter in der Stadt halten. Damit das Unternehmen die Butterzentrale künftig als Hauptsitz nutzen kann, wurde bereits eine entsprechende Zonenplanänderung aufgegleist. Diese muss noch vom Stadtparlament abgesegnet werden – doch dagegen macht sich jetzt schon Opposition breit: Linke Politiker wollen die Aktion Freiraum in ihrem Kampf unterstützen. «Wir werden im Stadtparlament lobbyieren und nötigenfalls das Referendum ergreifen», sagt Juso-Politiker David Roth.

Emmi will sich im Sommer entscheiden, ob und wohin sie ihren Hauptsitz verlegen will. Die Baudirektion war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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