Aktualisiert 05.09.2006 08:44

Aktionärskampf um den Mystery Park

Der Mystery-Park-Grossaktionär Franz Gyger lässt nicht locker: Zusammen mit neuen Investoren will er einen Vorschlag zur Sanierung des Parks vorlegen und damit eine Übernahme durch den Zürcher Unternehmer Jakob Dietiker verhindern.

Die Sanierungsvorschlag werde von einer Investorengruppe aus der Unterhaltungsbranche getragen, der auch er angehöre, sagte Gyger zu einem Bericht der «Berner Zeitung» vom Dienstag. Gemäss dem Plan schiesst die Gruppe 4,67 Mio. Franken in den Park ein und erhält dafür vierjährige Wandelanleihen.

Sanierung besser als Verkauf

Aktienkapital, Wandelanleihen und Drittklassforderungen würden laut Gyger mit 20-Rappen-Aktien abgegolten. Die Schuldenlast von knapp 30 Mio. Fr. würde in neues Aktienkapital von 9,336 Mio. Franken umgewandelt.

Bei der Sanierung würden alle Involvierten besser fahren, betonte Gyger. Zur Umsetzung seien jedoch mehrere Hürden zu überwinden, unter anderem müssten die Aktionäre an einer Generalversammlung einer Reduktion ihres Kapitals zustimmen.

Der Zürcher Unternehmer Jakob Dietiker hatte Mitte August ein Kaufangebot für 16 Mio. Franken unterbreitet. Er will den Park weiterführen und die Angestellten zumindest teilweise übernehmen.

Sachwalter prüft Vorschlag

Der im Rahmen der Nachlassstundung beauftrage Sachwalter hatte in der Folge ein Bietverfahren eröffnet, weitere Interessenten können bis am Mittwoch Kaufangebote unterbreiten. Für kommenden Freitag hat der Sachwalter eine Medieninformation anberaumt, an der über den Ausgang des Bietverfahrens informiert werden soll.

Ein allfälliger neuer Sanierungsvorschlag werde geprüft, sagte Denise Kreutz, Partnerin der zuständigen Sachwalterin Transliq auf Anfrage. Der Entscheid, ob die Sanierungs- oder die Kaufvariante weiterverfolgt wird, liege jedoch beim Verwaltungsrat des Unternehmens. (sda)

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