Aktualisiert

Olympia in SotschiAktivist flucht an Haltestelle – 15 Tage Haft

Die russische Polizei hat einen Sotschi-Aktivisten wegen Rowdytums festgenommen. Der Mann hatte nach Sotschi reisen wollen, um dort einen Umweltbericht vorzulegen.

Ein russischer Aktivist, der kritisch über die Bauarbeiten für die Olympischen Winterspiele in Sotschi und deren Folgen für die Umwelt berichtet hatte, ist festgenommen worden. Wie sein Anwalt am Montag berichtete, befand ein Gericht Jewgeni Witischko des Rowdytums für schuldig, weil er an einer Bushaltestelle geflucht hatte. Damit muss der Aktivist 15 Tage in Haft bleiben. Er hatte nach Sotschi reisen wollen, um dort einen Umweltbericht vorzulegen, wurde aber den Angaben zufolge in dem 72 Kilometer entfernten Ort Tuapse festgenommen.

Zuvor hatte der Aktivist beantragt, nach Sotschi reisen zu dürfen. Witischko wurde bereits wegen des Besprühens eines Zauns für drei Jahre verurteilt, die Strafe ist allerdings ausgesetzt.

Menschenrechtsgruppen werfen den russischen Behörden vor, Aktivisten und Journalisten in der Gegend um Sotschi zu schikanieren. (sda)

Deine Meinung