Tony Chung: Aktivist in Hongkong wegen Entwürdigung der chinesischen Flagge verurteilt
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Tony ChungAktivist in Hongkong wegen Entwürdigung der chinesischen Flagge verurteilt

Der Hongkonger Aktivist Tony Chung wurde zu einer Haftstrafe von vier Monaten verurteilt. Der 19-Jährige soll gegen das Versammlungsverbot verstossen haben und die chinesische Flagge entwürdigt haben.

Vier Monate Gefängnis für den Hongkonger Aktivisten Tony Chung. 

Vier Monate Gefängnis für den Hongkonger Aktivisten Tony Chung.

AFP

In Hongkong ist ein 19-Jähriger am Dienstag wegen Entwürdigung der chinesischen Flagge und wegen Verletzung des Versammlungsverbots zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 19-jährige Tony Chung ist der erste Vertreter der Demokratie-Bewegung, der nach dem neuen Sicherheitsgesetz verurteilt wurde, das Peking Ende Juni über die Sonderverwaltungszone verhängte. Chung muss damit rechnen, dass er in einem späteren Verfahren wegen «Sezession» zu einer lebenlangen Haftstrafe verurteilt wird.

Chung wurde für schuldig befunden, bei Handgreiflicheiten vor dem Parlament in Hongkong im Mai 2019 die chinesische Flagge auf den Boden geworfen zu haben.

China will Einfluss auf Hongkong ausweiten

Die Führung in Peking will nach eigenen Angaben mit den drakonischen Bestimmungen des Sicherheitsgesetzes «Ordnung und Stabilität» in Hongkong wiederherstellen, wo es monatelange Proteste der Demokratie-Bewegung gegeben hatte. Chung wurde im Oktober vor dem US-Konsulat in Hongkong festgenommen und befand sich seitdem in Haft.

Seit dem harten Vorgehen der Volksrepublik China gegen die Demokratie-Bewegung hat eine Fluchtbewegung von Aktivisten eingesetzt. Das Sicherheitsgesetz erlaubt den chinesischen Behörden in Hongkong ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit bedrohen, und greift massiv in die Autonomierechte Hongkongs ein.

(AFP)

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6 Kommentare
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Heilige Fahne

30.12.2020, 10:11

Auch in der Türkei empfiehlt es sich nicht die Fahne zu treten oder so ... Erinnere mich an einen Küchen mit Marzipan Türkeiflagge der bei einer Feier der Deutschen Botschaft in Istanbul nicht angeschnitten werden durfte ( obwohl es nett gemeint war ).

B. Kerzenmacher

30.12.2020, 09:33

Die grösste Unterstützung aus dem Westen gab es in den 90er Jahren für Tibet. Die Chinesen haben das erfolgreich ausgesessen und heute ist die tibetische Kultur in Tibet fast verschwunden. Da werden sie die paar Proteste um Hongkong nur weglächeln. Bleibt nur die Frage, wann Taiwan eingenommen wird. Vermutlich dann, wenn China sich stark genug fühlt, um ein internationales Wirtschaftsembargo des Westens auszuhalten. Denn militärisch wird niemand einschreiten.

hausis

30.12.2020, 07:48

mann sollte alles chinesisches boykotieren