Aktualisiert 24.05.2019 18:55

ZürichAktivisten besetzen Brücke und Park

Mit Gitter und Blachen haben die Aktivisten eine Brücke und ein Teil des Pfingstweidparks in Zürich abgesperrt. Die Polizei toleriert die Besetzung.

von
tam
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An der Brücke über die Pfingstweidstrasse hängt seit Freitag ein Transparent.

An der Brücke über die Pfingstweidstrasse hängt seit Freitag ein Transparent.

tam
Der Weg über die Brücke ist mit Gittern und Blachen abgesperrt.

Der Weg über die Brücke ist mit Gittern und Blachen abgesperrt.

tam
Auch ein Teil des Pfingstweidparks ist besetzt.

Auch ein Teil des Pfingstweidparks ist besetzt.

tam

«Gegenlager» – unter diesem Motto haben Aktivisten am Freitag einen Teil des Pfingstweidparks im Kreis 5 besetzt. Auch die Brücke, die beim Toni-Areal über die Pfingsweidstrasse führt, ist mit Gittern abgesperrt. Blachen versperren die Sicht. Im Park wurde eine Bühne aufgebaut und es ist Live-Musik zu hören. Die Stimmung ist derzeit friedlich.

Die Stadtpolizei Zürich toleriert den Anlass nach einer ersten Lagebeurteilung bis Sonntag, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Polizei fordert die Aktivisten auf, auf die Anwohner Rücksicht zu nehmen und das Areal sauber wieder zu verlassen. Die Stadtpolizei werde den Verlauf der Veranstaltung beobachten. Laut «Tages-Anzeiger» zeigte die Polizei mit Einsatzkräften in Vollmontur sowie einem etwas abseits postierten Wasserwerfer am Nachmittag Präsenz.

Gegen Bundesasylzentrum

Die Aktivisten schreiben in einer Mitteilung, dass sie mit der Besetzung gegen den Bau des neuen Bundesasylzentrums auf dem nebenan liegenden Duttweiler-Areal und die kürzlich in Kraft getretene Revision des Asylgesetzes protestieren wollen. Am Wochenende seien verschiedene Aktivitäten und Konzerte geplant.

Die Besetzung erinnert an die Party, die vor einem Jahr auf dem Platzspitz stattgefunden hat. Auch damals hatten Aktivisten den Platz besetzt, um gegen die in ihren Augen zu repressive Ausländerpolitik zu demonstrieren. Die Aktion unter dem Namen «Parc sans Frontières» wurde von Polizei mittels Notbewilligung toleriert.

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