Illegale Frauendemo: Aktivistinnen attackierten das Hooters in Zürich
Aktualisiert

Illegale FrauendemoAktivistinnen attackierten das Hooters in Zürich

Bei der Frauendemo am Samstag in Zürich kam es zu Sachbeschädigungen: Aktivistinnen bestrayten Wände und warfen Rauchpetarden.

von
rad

Rund 1000 Personen haben sich in Zürich am Samstag zu einer Frauendemo versammelt und sind vom Hechtplatz in Richtung Helvetiaplatz gezogen. Seit Jahren schon findet die vom Frauenbündnis Zürich initiierte Demo anlässlich des internationalen Frauentages statt.

Laut Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, verlief die unbewilligte Demonstration, an der vor allem Frauen teilgenommen haben, weitestgehend friedlich. Allerdings vermummten sich einzelne Teilnehmerinnen, andere besprayten Bauwände und auch einzelne Liegenschaften mit Parolen wie «Frauenkampf jetzt» und «Frauen kämpfen weltweit gegen Sexismus, Kapitalismus und Krieg».

Polizei hat Demo bewusst nicht aufgelöst

Ausserdem wurden laut Wirz Wände beklebt und in zwei Fällen mit Farbbeuteln beworfen, zudem kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auf das Lokal Hooters, wegen seines knapp bekleideten Personals ein Feindbild von Feministinnen, wurden unter anderem Rauchpetarden geworden und vor dem verschlossenen Restaurant deponiert.

«Es entstand ein Sachschaden, der noch nicht genau beziffert werden kann», so Wirz. Auch wenn die Polizei von der illegalen Frauen-Demonstration Kenntnis hatte und diese beobachtete, so hat man sich laut Wirz dafür entschieden, die Demonstration nicht aufzulösen. «Da die grosse Mehrheit lautstark, aber friedlich demonstrierte und auch Kleinkinder am Umzug teilnahmen, wäre das unverhältnismässig gewesen», sagt Wirz weiter. Gemäss Polizei-Mitteilung vom Montag sind die Ermittlungen aber im Gange.

Gegen Sexismus und gegen Patriarchat

«Gegen Sexismus, Kapitalismus & Krieg» und «Frauenbefreiung bis zur Herrschaftsfreiheit» waren nur zwei der unzähligen Parolen, die die Plakate der Akktivistinnen zierten. Laut Mitteilungen der teilnehmenden Gruppen wurde nebst Sexismus auch gegen Patriarchat, Homo- und Transphobie demonstriert. Die Organisatoren der Frauendemo waren für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen.

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