Keine Zeit für Evakuierung: Aktivster Vulkan Indonesiens ausgebrochen
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Keine Zeit für EvakuierungAktivster Vulkan Indonesiens ausgebrochen

In Indonesien ist einer der aktivsten Vulkane ausgebrochen: Der Karangetang schleuderte eine 600 Grad heisse Gaswolke in die Atmosphäre.

Rauchschwaden über dem Karangetang in einer Archivaufnahme vom 27. Juli 2010.

Rauchschwaden über dem Karangetang in einer Archivaufnahme vom 27. Juli 2010.

Der Lavastrom des Karangetang riss mindestens vier Mitglieder einer Familie mit sich. Laut Behördenangaben sind die Überlebenschancen äusserst gering. Fünf Menschen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. «Es passierte so schnell. Für eine Evakuierung blieb einfach keine Zeit,» sagte der Leiter der Vulkanologie-Behörde, Surono.

Der Karangetang, der auf der Insel Siau nahe Sulawesi liegt, brach kurz nach Mitternacht während heftiger Regenfälle aus. Asche und Lava stürzten den westlichen Abhang hinunter ins Tal. Dabei wurden laut Katastrophenschutzbehörde mindestens neun Häuser sowie eine Kirche und eine Schule zerstört. Auch Strassen und eine Brücke wurden den Angaben zufolge so stark beschädigt, dass mehr als 2000 Menschen vollständig von der Aussenwelt abgeschnitten wurden.

Der 1784 Meter hohe Berg spuckte zuletzt im Juli 2006 Lava. Der indonesische Archipel liegt im sogenannten pazifischen «Feuerring», einem Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt. (dapd)

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