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Akupunktur für Dickhäuter

Kranke Tiere im Zoo von Singapur kommen neuerdings in den Genuss einer alternativen Heilmethode: Sie werden akupunktiert.

Die jüngste Patientin ist «Tun», eine 15 Jahre alte, 2.400 Kilogramm schwere Elefantendame. Eine Artgenossin fügte ihr bereits vor neun Jahren eine Beinverletzung zu, und die Tierpfleger sorgten sich nun, dass das seitdem geschwächte rechte Bein «Tuns» zunehmendem Gewicht nicht mehr lange würde standhalten können.

Tierarzt und Akupunkteur Oh Soon Hock hat vor wenigen Wochen mit «Tuns» Therapie begonnen und berichtet von ersten Erfolgen. «Nach der ersten Behandlung war sie mobiler», sagt er. «Ihr Bein kann jetzt besser gebeugt werden, und ihre Muskeln sind entspannter.» Oh hat nach eigenen Angaben mit Hilfe von Akupunktur bereits einen Orang-Utan aus dem Koma erweckt, das gebrochene Bein eines Geparden geheilt sowie eine Python wiederbelebt.

Inzwischen wird «Tun» zwei Mal wöchentlich mit Nadeln behandelt. Tierpfleger beruhigen die Elefantendame dabei mit monotonen Geräuschen oder sanftem Zupfen an den Ohren und belohnen sie mit Bananen und Karotten. (dapd)

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