Kühlwasserkreislauf: AKW Leibstadt wegen Defekts abgeschaltet
Aktualisiert

KühlwasserkreislaufAKW Leibstadt wegen Defekts abgeschaltet

Weil der Kühlwasserkreislauf nicht richtig funktioniert, muss das Atomkraftwerk vom Netz – wie lange, ist ungewiss.

von
rre
Defekt hat keinen Zusammenhang mit dem nuklearen Teil: Das Atomkraftwerk in Leibstadt. (19. November 2013)

Defekt hat keinen Zusammenhang mit dem nuklearen Teil: Das Atomkraftwerk in Leibstadt. (19. November 2013)

Keystone

Das Atomkraftwerk Leibstadt im Kanton Aargau ist vom Netz genommen worden. Grund dafür ist ein Defekt im Kühlwasserkreislauf des Generator-Stators. Wie lange das AKW abgeschaltet bleibt, ist zunächst unklar.

Das AKW wurde kurz nach 11 Uhr vom Netz getrennt, wie die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) mitteilte. Das sei notwendig gewesen, um die Inspektion am Generator vornehmen und den Defekt lokalisieren zu können.

Nach Angaben des Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) führte der Defekt «zu keiner Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umwelt». Das automatische Überwachungs-Messnetz in der Umgebung der Kernkraftwerke habe keinen Anstieg der Radioaktivität gezeigt.

Kein Zusammenhang mit nuklearem Teil

Der Generator verfügt über zwei Kühlkreisläufe, einer für den sogenannten Stator und einer für den Rotor. Während der Rotor mit Wasserstoff gekühlt wird, benötigt der Stator eine konventionelle Wasserkühlung. Dieser Teil der Anlage hat keinen Zusammenhang zum nuklearen Teil.

Wie lange das AKW Leibstadt abgeschaltet bleibt, hängt gemäss KKL davon ab, wie schnell die defekte Stelle lokalisiert und anschliessend repariert werden kann. Das AKW Leibstadt war zuletzt Ende September wegen eines Öllecks am Turbinenregelsystem vorübergehend abgeschaltet gewesen. (rre/sda)

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