Schweizer Geiseln: Al Kaida-Mann Garsallaoui gibt sich unschuldig
Aktualisiert

Schweizer GeiselnAl Kaida-Mann Garsallaoui gibt sich unschuldig

Lebenszeichen vom möglichen Übersetzer der Geiselnehmer. Doch Moezeddine Garsallaoui versichert, nichts mit der Entführung von Daniela W. und David O. in Pakistan zu tun zu haben.

von
kub

Moezeddine Garsallaoui will nichts mit der Entführung von Daniela W. und David O. in Pakistan zu tun haben. Diese kurze Botschaft sandte der Kadermann der al-Kaida in den vergangenen drei Wochen zweimal an Empfänger in Europa. Garsallaoui steht im Verdacht, er könnte dank seiner in der Schweiz erworbenen Sprachkenntnisse das auf Berndeutsch aufgezeichnete Geiselvideo für die Taliban zur Kontrolle übersetzt haben.

«Le Temps» berichtete gestern über eine der Botschaften, ohne nähere Angaben zu Empfänger oder Quelle zu machen. Informanten der «SonntagsZeitung», die in die Überwachung Garsallaouis involviert sind, bestätigen, es würden zwei relativ aktuelle Mitteilungen des gebürtigen Tunesiers existieren. Er hält sich sehr wahrscheinlich um Miran Shah in den pakistanischen Stammesgebieten auf, wo eine Talibangruppe die Schweizer festhält.

Videobotschaft der Geiseln (Teil 1)

Wahrscheinlich wurden Botschaften von Garsallaoui an private Kontakte via Internet abgefangen. In beiden Meldungen meinte er vage, er habe nichts mit der Entführung und dem Festhalten zu tun. Das Geiselvideo, auf dem ein Bewaffneter unkenntlich gemacht wurde, erwähnte er offenbar nicht.

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