Al-Kaida-Mann getötet
Aktualisiert

Al-Kaida-Mann getötet

Die US-Streitkräfte setzen ihren Angriff auf die Rebellenhochburg Falludscha fort und töten einen engen Vertrauten des Al-Kaida-Extremisten Al Sarkawi.

Die US-Streitkräfte haben ihre Offensive gegen die sunnitische Rebellenhochburg Falludscha in der Nacht zum Dienstag fortgesetzt und dabei einen Vertrauten des jordanischen Extremisten Abu Mussab al Sarkawi getötet.

Der Mann sei bei einem Luftangriff auf einen Unterschlupf von Aufständischen tödlich getroffen worden, teilte ein Militärsprecher mit. Al Sarkawis Organisation, die sich bislang Tauhid und Dschihad nannte und jetzt unter dem Namen Al Kaida im Irak aktiv ist, hat sich zu zahlreichen Anschlägen und Enthauptungen ausländischer Geiseln bekannt.

In Bakuba brachten Bewaffnete am Dienstag einen Kommunalpolitiker ums Leben. Ali Niema war auf dem Weg zur Arbeit, als er aus einem fahrenden Auto heraus erschossen wurde, teilte die Polizei mit. Auch sein Fahrer sei dem Anschlag zum Opfer gefallen.

Die Explosion einer am Strassenrand versteckten Bombe kostete nach Polizeiangaben einen Beamten das Leben, zehn weitere wurden verletzt. In Mossul im Norden des Landes verhinderten US-Soldaten einen Autobombenanschlag: Der Sprengsatz sei entdeckt und entschärft worden, teilte eine Militärsprecherin mit.

Die Untersuchung des Massakers an etwa 50 irakischen Soldaten vor vier Tagen konzentriert sich inzwischen auf mögliche Informanten innerhalb des Sicherheitsapparates, wie ein Sprecher des irakischen Verteidigungsministeriums am Dienstag betätigte. Aufständische hatten die Busse der Soldaten, die auf dem Heimweg von einem Ausbildungslager waren, auf einer abgelegenen Strasse im Osten des Landes angehalten. Einige der Leichen lagen in Reihen, die Männer waren offenkundig durch Kopfschüsse exekutiert worden. Einige Opfer lagen verbrannt neben einem der Busse, verlautete aus dem Verteidigungsministerium.

«Wir versuchen herauszubekommen, ob es ein Informationsleck gegeben hat», sagte Ministeriumssprecher Sali Sarhan. Der Vizegouverneur der Provinz Dijala, Akil Hamid al Adili, sagte dem Sender Al Arabija: «Es muss eine geheime Absprache zwischen den Gruppen gegeben haben. Sonst hätten die Rebellen nichts über den Abfahrtszeitpunkt aus dem Ausbildungslager gewusst. Und auch nicht, dass die Soldaten unbewaffnet waren.» (dapd)

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