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Terroralarm in den USAAl Kaida tüftelt an der menschlichen Bombe

Die Bombenentwickler von Al Kaida kreieren immer raffiniertere Sprengsätze. Es gehen Gerüchte, wonach ihnen gelungen sei, eine Flüssigkeit zu entwickeln, die bei Sicherheitskontrollen nicht erkannt werden.

von
rey

Die USA sind in höchster Alarmbereitschaft: Letztes Wochenende gaben sie eine weltweite Reisewarnung für US-Bürger heraus und schlossen 21 Botschaften in der islamischen Welt. Der Grund seien Drohungen und abgehörte Gespräche des Terror-Netzwerks Al Kaida, die auf einen bevorstehenden Anschlag deuteten.

Jetzt kommen neue Details ans Licht, was die Supermacht so nervös macht: Gemäss hochrangigen US-Regierungsvertretern soll Al Kaida eine neue flüssige Bombe entwickelt haben, die bei der Sicherheitskontrolle nicht erkannt wird. Wie «ABC News» berichtet, werden Kleider in eine Flüssigkeit getaucht, welche den Stoff nach dem Trocknen explosiv mache. «Die Methode ist raffiniert», sagte der Beamte.

Zusätzlich befürchten die USA gemäss «ABC News», einen Einsatz von menschlichen Bomben: Attentäter, die einen Sprengsatz im Körper tragen, der von den Detektoren nicht erkannt wird. Hinter beiden Methoden steckt der berüchtigte Al-Kaida-Bombenentwickler Ibrahim Hassan al-Asiri. Der 31-Jährige raubt US-Terrorjägern schon länger den Schlaf.

Berüchtigter Bombenbauer

So hat al-Asiri etwa den Sprengsatz für den «Unterhosen-Bomber» Umar Faruk Abdulmutallab kreiert. Dieser hatte im Dezember 2009 versucht, einen Airbus A-330 der Northwest Airlines auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit mit einer in seiner Unterhose versteckten Bombe zum Absturz zu bringen. Der Sprengstoff zündete aber nicht richtig, Abdulmutallab wurde von Passagieren überwältigt.

Im August 2009 hatte Ibrahim al-Asiri seinen kleinen Bruder auf eine Selbstmordmission geschickt. Dieser sollte mit einem im After versteckten Bombe den saudischen Prinzen Mohammed Bin Naif töten. Der Attentäter kam an allen Sicherheitskontrollen vorbei, doch der Anschlag misslang: Naif überlebte leicht verletzt, der junge Abdullah al-Asiri wurde zerfetzt. Der afghanische Geheimdienstchef Asadullah Khalid überlebte im letzten Dezember einen ähnlichen Anschlag.

Al Kaidas Chef-Bombembauer al-Asiri operiert vom Jemen aus, wo sich die Al-Kaida neu zu organisieren scheint. Wegen besonders grosser Terrorgefahr hatten hier am Wochenende auch Deutschland, Frankreich und Grossbritannien ihre Konsulate geschlossen. Im Jemen lebt auch Osama bin Ladens Nachfolger Ajman al Sawahri: Sein Gespräch mit dem Kopf des Netzwerks der Arabischen Halbinsel versetzte die USA in Alarmbereitschaft.

Menschliche Knochen als Bombensplitter

Bis jetzt wurde noch niemand von einer menschlichen Bombe getötet. Aber es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis es soweit ist. Wie «Daily Mail» berichtet, befürchten Terror-Experten, dass sich die Attentäter nicht nur auf Körperöffnungen beschränken, sondern Sprengsätze operativ im Körper unterbringen. Etwa in der Bauchhöhle oder in weiblichen Brüsten. Der menschliche Körper soll Platz für rund 2,5 Kilogramm Sprengstoff bieten. In einer Spritze – die man als Insulin-Spritze für Diabetiker deklariert – könnte eine Flüssigkeit an Bord geschmuggelt werden.

Einige Experten vermuten gemäss «Daily Mail» gar, dass Al-Kaida an einer Methode tüftelt, wie der menschliche Körper die Wirkung der Bombe verstärken könnte. Am richtigen Ort im platziert, würde sie den Körper in eine Art Splitterbombe verwandeln – Splitter aus Knochen.

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