Terror: Al Kaida wollte die Freiheitsstatue in die Luft jagen
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TerrorAl Kaida wollte die Freiheitsstatue in die Luft jagen

Die US-Sicherheitsbehörden haben Hinweise auf Anschlagspläne gegen das Empire State Building, die Freiheitsstatue und andere New Yorker Wahrzeichen gefunden. Dahinter soll die Al Kaida stecken.

Entsprechende Dokumente seien bei einer Pakistanerin entdeckt worden, die in den USA studiert habe und in Afghanistan festgenommen worden sei, teilte die US-Staatsanwaltschaft mit. Die Frau wurde am Dienstag wegen Mordversuchs angeklagt, weil sie versucht haben soll, während einer Vernehmung Soldaten und FBI-Agenten zu töten.

Sie soll das Gewehr eines Soldaten an sich gerissen und gefeuert, ihr Ziel aber verfehlt haben, hiess es. Die 36-jährige Frau wurde bei dem Zwischenfall verwundet. Sie wird von den US-Behörden als Anhängerin des islamistischen Terrornetzwerks Al Kaida bezeichnet.

In der von einem US-Bundesgericht in Manhattan vorgelegten Anklageschrift werden nun erstmals auch die Anschlagsziele genannt, die die Frau gehabt haben soll: Neben Empire State Building und Freiheitsstatue sind dies die Wall Street, die Brooklyn Bridge sowie Plum Island, ein medizinisches Forschungszentrum im Long-Island-Sund.

In den Aufzeichnungen sei von einem Anschlag mit massenhaft Opfern und dem «Bau schmutziger Bomben» die Rede sowie von «biologischen und chemischen Waffen und anderen Sprengstoffen», heisst es in der Anklage.

In der Klageschrift sind keine Anklagepunkte enthalten, die mit Terrorismus zu tun haben. Ein Regierungsmitarbeiter, der von AP zu dem Fall befragt wurde, erklärte, bei den genannten New Yorker Wahrzeichen handele es sich eher um eine «Wunschliste» möglicher Ziele. Es gebe aber keinen Beweise für eine glaubhafte Verschwörung.

Die Verdächtige hat am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen naturwissenschaftlichen Abschluss gemacht. 2003 soll sie in Pakistan untergetaucht sein. Sie bestreitet die Tat. Ihre Anhänger erklären, sie sei entführt und in US-Gewahrsam gehalten worden, bevor sie dann auf mysteriöse Weise im Sommer in Afghanistan aufgetaucht sein. Im Fall einer Verurteilung drohen ihr bis zu 20 Jahre Haft. (dapd)

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