Labitzke-Areal: AL protestiert gegen Räumung

Aktualisiert

Labitzke-ArealAL protestiert gegen Räumung

Die Alternative Liste (AL) der Stadt Zürich hat am Donnerstag gegen die Räumung des Labitzke-Areals protestiert. Einmal mehr erfolge ein Abbruch auf Vorrat, findet die Partei.

Die Alternative Liste (AL) der Stadt Zürich ist enttäuscht über die Räumung des besetzten Labitzke-Areals: Einmal mehr gehe ein Ort verloren, wo sich Neues und Kreatives habe entwickeln können, findet die Partei.

Dass die Räumung «ohne Gewalteskalation» vonstatten ging, sei einerseits der Bereitschaft der Besetzer zu verdanken, ausschliesslich passiven Widerstand zu leisten, anderseits aber auch dem zurückhaltenden Vorgehen der Stadtpolizei. Polizeivorsteher Richard Wolff gehört selbst der AL an.

Der Mobimo wirft die AL vor, sie habe «von Anfang an eine apodiktische Herr-im-Haus-Position eingenommen. Mit «aggressiven Kampfmassnahmen», etwa dem Abstellen der Heizung, habe sie versucht, gegen die Mieter einen vorgezogenen Abbruch durchzusetzen. Mit den Besetzern habe das Unternehmen nie das Gespräch gesucht.

Auch wenn das Baubewilligungsverfahren nun seinen ordentlichen Lauf nehme, bleibe es eine Tatsache, dass einmal mehr ein Abbruch auf Vorrat erfolge. Denn bis eine rechtsgültige Baubewilligung vorliege, könne es noch lange dauern. Mit der Räumung sei «ein über Jahre gewachsenes, selbstorganisiertes und überaus kreatives Wohn- und Kulturprojekt vorzeitig beendet» worden. (sda)

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