03.11.2020 09:27

Streit zwischen Club und SpielerAlaba wehrt sich und zeigt sich enttäuscht von den Bayern

Die Trennung zwischen David Alaba und Bayern München scheint immer wahrscheinlicher. Die Münchner wollen den Vertrag mit dem Österreicher nicht verlängern, der 28-Jährige verrät nun Details.

Alaba fehlt die Anerkennung der Bayern.

Video: Sky

Darum gehts

  • Der Vertrag des Bayern-Spielers David Alaba läuft aus.

  • Verhandlungen um eine Verlängerung sind bisher gescheitert.

  • Der Österreicher soll zu viel Geld verlangen, heisst es.

  • Nun wehrt sich der 28-Jährige.

  • Er sei von Bayern München enttäuscht, sagt er.

Nach einem monatelangen Vertragspoker verkündete Bayern München, den mit Saisonende auslaufenden Vertrag mit David Alaba nicht mehr verlängern zu wollen. Der Österreicher ist enttäuscht und beklagt sich über Respektlosigkeiten von Seiten der Clubführung. Was er damit meint? Jetzt verrät er Details.

«Dieser Respekt und die Wertschätzung, wonach ich gesucht habe, als die Vertragsverhandlungen begonnen haben, ging es nicht in die richtige Richtung. Das war vor einem Jahr. In Zeiten, in denen Corona noch sehr weit weg war», sagte der 28-Jährige auf Sky.

Er verrät, dass ihn der Club offenbar loswerden wollte: «Es ging immer so weiter. Nach dem zweiten oder dritten Gespräch habe ich einen Anruf bekommen und wurde gefragt, ob ich mir einen Tausch vorstellen könnte. Wo ich dann sage: Das ist dann irgendwo ein Schlag ins Gesicht.»

Entspricht nicht alles der Wahrheit

Hintergrund dürfte offenbar ein angepeiltes Tauschgeschäft mit Manchester City gewesen sein. Die Bayern wollten Leroy Sané nach Deutschland lotsen, dafür Alaba im Tausch abgeben. Doch der 73-fache österreichische Internationale lehnte ab, weil er einen Wechsel nach Spanien bevorzugte.

Jetzt setzt sich Alaba auch gegen Gerüchte und Vorwürfe zur Wehr. Vor dem Champions-League-Duell mit Salzburg meinte er in einer Pressekonferenz: «Meine Person in der Öffentlichkeit so darzustellen, entspricht nicht der Wahrheit. Ich war enttäuscht und verletzt darüber, dass von offizieller Seite die Gehaltsforderungen nicht dementiert wurden. Ich kann jedem einzelnen Fan versichern, dass die Summen, die in den Raum gestellt werden, nicht der Wahrheit entsprechen.»

Grund für den Ärger: Alabas Berater sollen laut Bayern ein Jahresgehalt von 20 Millionen Euro fordern, womit Alaba zu den Top-Verdienern wie Thomas Müller und Manuel Neuer aufschliessen würde. Eine Summe, die den Bossen deutlich zu hoch ist.

«Der FC Bayern verhält sich nicht so sauber»

Alaba ist ob dieser Streitereien am Ende aber der Gewinner der Situation. Das sieht zumindest der ehemalige Bundesliga-Profi und aktuelle ntv-Fussballexperte Steffen Freund so. Denn Alaba habe ja den Club wechseln wollen, sein Vertrag laufe aus, er dürfe also mit anderen Vereinen verhandeln, so Freund. «Dass Alaba heute sagt, er sei enttäuscht und verletzt, zeigt mir ganz klar, dass die Bayern mehrere Fehler gemacht haben», erklärt der Ex-Dortmund-Spieler. Der deutsche Rekordmeister habe den Berater und Alabas Vater angegriffen und somit indirekt auch den Spieler. «Der FC Bayern verhält sich nicht so sauber, wie er sich immer darstellt», schliesst Freund.

(heute.at/hua)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
33 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Minnie Mouse

03.11.2020, 13:06

Anscheinend ist Alaba sehr gläubig - „meine Kraft liegt in Jesus“ oder so ähnlich! Ich glaube allerdings nicht, dass Jesus so geldgierig war!

Stgb 15437

03.11.2020, 11:52

Alles was mehr als 5millionen verdienst ist, das ist gestohlen Gehöhrt strafrechtlich verfolgt

nino bosch

03.11.2020, 11:51

Man muss wissen was Fakten sind, ohne die kann man nicht urteilen. Auf jeden Fall, jeder Spieler ist ersetzbar, Corona wird sicher finsnzielle Auswirkungen bei den Transfers haben.