Nach «Impf-Gate»: Alain Berset und Lonza-Chef nehmen nun doch Gespräche auf
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Nach «Impf-Gate»Alain Berset und Lonza-Chef nehmen nun doch Gespräche auf

Nun also doch: Alain Berset und der Lonza-Verwaltungsratspräsident Albert Baehny reden über eine mögliche Zusammenarbeit bei der Impf-Herstellung. Ob daraus aber etwas wird, bleibt weiter unklar.

von
Patrick McEvily
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Nach wochenlanger Kritik gab Gesundheitsminister Alain Berset bekannt, das Gespräch mit dem Verwaltungsratspräsidenten von Lonza suchen zu wollen.

Nach wochenlanger Kritik gab Gesundheitsminister Alain Berset bekannt, das Gespräch mit dem Verwaltungsratspräsidenten von Lonza suchen zu wollen.

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Der Schweizer Chemiekonzern Lonza steht seit Wochen in den Schlagzeilen.

Der Schweizer Chemiekonzern Lonza steht seit Wochen in den Schlagzeilen.

20min/Michael Scherrer
In Visp produziert das Unternehmen im Auftrag von Moderna den Covid-19 Impfstoff für ganz Europa.

In Visp produziert das Unternehmen im Auftrag von Moderna den Covid-19 Impfstoff für ganz Europa.

REUTERS

Darum gehts

  • Gesundheitsminister Alain Berset und Lonza-Chef Albert Baehny haben den Dialog aufgenommen.

  • Berichte über ein Angebot der Lonza im vergangenen Jahr, eine eigene Produktionsstrasse für den Bund einzurichten, hatten zuvor wochenlang für Diskussionen gesorgt.

  • Der Ausbau der Kapazitäten im Lonza-Werk in Visp würde zehn Monate dauern.

Es hat eine Weile gedauert – aber nun reden Gesundheitsminister Alain Berset und der Chef des Impfherstellers Lonza doch miteinander über den Ausbau der Produktionskapazität im Wallis. Am Donnerstag haben die beiden gemäss eines Berichts des «Tages-Anzeigers» den Dialog über eine mögliche Zusammenarbeit aufgenommen.

In den vergangenen Wochen war die ausbleibende Zusammenarbeit zwischen dem BAG und der Lonza zum Politikum geworden. Mehrere Medien berichteten, dass das Unternehmens dem Bund im April 2020 angeboten hatte, eine eigene Produktionsstrasse zu eröffnen. Lonza-Chef Baehny kündigte zuerst in einem Interview an, möglichst bald mit dem Bundesrat sprechen zu wollen. Berset wiederum bekräftigte seine Gesprächsbereitschaft an einer Pressekonferenz. Wie der «Tages-Anzeiger» nun berichtet, ging es doch über eine Woche, bis es zum Gespräch kam.

Aufbau einer neuen Produktionsstrasse würde zehn Monate dauern

Während die Schweiz weiterhin mit ansteigenden Zahlen und den Virusmutationen konfrontiert ist, machen Politikerinnen und Politiker Hoffnung auf einen ruhigeren Sommer. Doch im Herbst dürfte uns das Virus erneut beschäftigen. Hersteller wie die Lonza könnten dann erneut in Lieferschwierigkeiten geraten, weil sie neben der Covid-Impfung auch die alljährlichen Influenza-Impfungen produzieren müssen.

«Wir müssen uns intensiv Gedanken machen über die Zukunft», sagt Baehny gegenüber dem «Tages-Anzeiger» dann auch. Der Lonza-Chef geht von einer Dauer von zehn Monaten aus, um die Produktion in Visp auszubauen. Wie hoch die Kapazitäten hochgeschraubt werden könnten, bleibt aber weiterhin unklar.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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