26.10.2020 10:09

Coronavirus-MassnahmeAlain Berset will Maskenpflicht im Freien – aber doch nicht überall

Der Bundesrat will am Mittwoch über weitere Massnahmen gegen das Coronavirus beraten. Im Raum steht ein Vorschlag von Alain Berset: die Maskenpflicht im Freien. Im ganzen Siedlungsgebiet oder nur in Menschenmengen?

von
Lucas Orellano
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Alain Berset drängt auf eine Maskenpflicht im Freien.

Alain Berset drängt auf eine Maskenpflicht im Freien.

Keystone
Dies, um die Überlastung der Schweizer Spitäler zu verhindern.

Dies, um die Überlastung der Schweizer Spitäler zu verhindern.

Keystone
Die wissenschaftliche Taskforce zum Coronavirus warnt, dass die Schweizer Spitäler schon in zwei bis drei Wochen überlastet sein könnten.

Die wissenschaftliche Taskforce zum Coronavirus warnt, dass die Schweizer Spitäler schon in zwei bis drei Wochen überlastet sein könnten.

Keystone

Darum gehts

  • Der Bundesrat will zehn Tage nach der letzten Regelverschärfung neue Massnahmen beschliessen.

  • Vor der Sitzung am Mittwoch kursieren verschiedene mögliche Beschlüsse.

  • In einem publik gewordenen Entwurf ist unter anderem die Rede von einer Maskenpflicht im Freien.

  • Mittlerweile krebste Gesundheitsminister Alain Berset bereits wieder zurück und will die Regel präzisieren.

Zehn Tage wollte Alain Berset nach der jüngsten schweizweiten Verschärfung der Covid-Regeln abwarten und beobachten – weil die Wirkung von Massnahmen erst dann sichtbar wird. Die zehn Tage laufen am Mittwoch ab, und sie sind nicht spurlos an der Schweiz vorbeigegangen. Die Infektionszahlen steigen weiter, die wissenschaftliche Taskforce zum Coronavirus empfiehlt dem Bund, nicht noch länger zuzuwarten. Es droht die Überlastung des Schweizer Gesundheitssystems.

Schärfere Massnahmen scheinen unvermeidlich, doch wie weit soll der Bundesrat gehen? Übers Wochenende machte der «Blick» einen Konsultationsentwurf publik. Gemäss dem Papier soll insbesondere die Maskenpflicht weiter ausgedehnt werden: Mund-Nasen-Schutz im Siedlungsgebiet auch draussen. Zudem in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen und am Arbeitsplatz.

Scharfe Regeln gegen das Coronavirus

Für Veranstaltungen liegt die Teilnehmergrenze neu bei 50 Personen, für private Familienfeste bei 15 Personen. Gastrobetriebe sollen zwischen 22 und 6 Uhr schliessen, dazu soll eine Sitzpflicht für alle Gäste kommen. Diskotheken müssen komplett schliessen. Universitäten und Fachhochschulen müssen zum Fernunterricht zurückkehren. Auch der Amateursport soll eingeschränkt werden: Es sind nur noch Sportarten ohne Körperkontakt und mit maximal 15 Personen erlaubt.

Am Montag wurde bekannt, dass der Bundesrat nun möglicherweise doch nicht so weit geht wie im Entwurf vorgeschlagen. Alain Berset habe eingelenkt. Die weitgehende Maskenpflicht im Freien soll nicht fallen gelassen, aber doch zurechtgestutzt werden. So soll sie nur noch gelten, wo sich Abstandsregeln nicht mehr einhalten lassen. Das BAG habe den Auftrag gefasst, die Formulierung zu präzisieren.

Das Werweissen um die neusten Verschärfungen im Kampf gegen das Coronavirus hat wohl erst am Mittwoch ein Ende. Dann berät der Bundesrat und gibt die neuen Massnahmen bekannt.

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1404 Kommentare
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Nick

28.10.2020, 00:21

dieser BR ist nicht zum aushalten!

ausmailand

28.10.2020, 00:02

Wenn ich so die komentare lese ist das fuer die meisten ein Witz und wird ins laecherliche gezogen, ist das lustig?

Sünneli

27.10.2020, 23:01

Wieso gar no h niemand die durchsichtige Maske erfunden. Ich habe hier fue Idee dazu! Dann wäre die Akzeptanz ev. noch grösser als jetzt.